In eigener Sache: Werbung oder Sponsered Posts

Vor einiger Zeit bekam ich eine freundliche Anfrage, ob ich nicht einen Sponsered Post auf meinem Blog veröffentlichen möchte. Ich habe – bzw. werde – dies ebenso freundlich verneinen.

Warum?

Nun, nicht, weil ich – wie einige offenbar – der Meinung wäre, dass alles im Internet kostenlos sei. Nein, durch Werbung etc. wird dieses Blog kommerziell*. Und an kommerziellen Blogs hängt noch ein ganzer Rattenschwanz, auf den ich keinen Bock habe.

Zum Beispiel muss ich ein angepasstes Impressum bieten (es gibt sogar Stimmen, die sagen, dass eine Telefonnummer veröffentlicht werden müsse – Hell no!), ebenso Kontakt und Datenschutzerklärung (die meines Wissens schon sehr ordentlich sind). Ich müsste das Leistungsschutzrecht – diese papiergewordene Scheiße, losgelassen von wahngeistigen und lobbyhörigen CSUlern – beachten. Bei fremden Inhalten (z.B. Bildern, die ich ja gern von flickr beziehe) müsste ich darauf achten, ob diese kommerziell verwendet werden dürfen. Bei einem – hoffentlich nie vorkommenden – Gerichtsverfahren müsste ich mich als jemand ansprechen lassen, der Geld mit dem Blog verdient und deshalb ganz anderen Regeln zu gehorchen hat.

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Adblocker… oder Selbstverteidigung im Internet

Viele Journalisten, Dienstleister und Internetseiten weisen darauf hin, wie böse Adblocker (Werbefilter im Browser) sind, da diese dafür sorgen, dass keine Werbung angezeigt wird und somit keine Erträge generiert werden können.

Andererseits sehe ich die Nutzung von Adblockern ganz einfach als Verteidigungsmaßnahme, gegen

  • Ausspionieren des Users (Rechner/Konfiguration, besuchte Seiten…)
  • nervtötende Werbung (wie Overlays, die sich nur schwer über winzigkleine Buttons, die manchmal schließen und manchmal maximieren bedeuten)
  • selbstabspielende Klänge (liebe Werber, ihr habt wohl einen Knall!)
  • Flash-Schrott, der den Rechner irgendwelche Filme, Anzeigen, Klänge machen lässt, die diesen dann ordentlich verlangsamen
  • etc.

Deshalb nutze ich auf allen Rechnern Adblocker, bei Firefox zusätzlich noch NoScript, Ghostery, Clookie Whitelist und Better Privacy.

Leider reicht das inzwischen nicht mehr, denn heise.de meldet „User-Tracking: Werbefirmen setzen bereits häufig „nicht-löschbare“ Cookie-Nachfolger ein

Zum Glück wurde mir dann dieser Tweet in die Timeline gespült:

Habe ich nun gemacht. Und die Liste werde ich nach und nach erweitern…

Bildb(ver)fälschung von früher bis heute

Oder so könnte man den Titel des Beitrags bei fourandsix.com „Photo Tampering throughout History“ übersetzen.
Es geht darum, wie Medien und staatliche Stellen Bildverarbeitung einsetzten, um die Geschichte im Nachhinein (vergleiche 1984) zu verändern (Geschichtsklitterung zu betreiben), Dinge digital nachzustellen oder einen anderen Eindruck zu erwecken.
Die Punkte reichen von KLeinigkeiten (mal ein Speckröllchen wegretouschiert), über problematische Änderungen (Model bei einem Werbebild für Faltencreme Falten wegretouschiert) bis hin zur angesprochenen Geschichtsklitterung (nicht (mehr) genehme Menschen werden wegretouschiert).

Abgespeist: der goldene Windbeutel

Bei abgespeist.de kann wieder mal über den goldenen Windbeutel abgestimmt werden, und zwar für die dreisteste Werbelüge.
Zum Beispiel für

  • ein Biogetränk, das kaum Bio enthält
  • ein Zitrone-Physalis-Getränk, in dem kein Physalis enthalten ist
  • ein gesundes Getränk mit acht Stück Würfelzucker pro Fläschchen
  • etc.

Seht selbst.

Spannend, wie Blogger sich prostituieren

Unter Bloggern ist die Frage Werbung Ja/Nein immer wieder für einen Artikel bzw. eine Diskussion gut. Alle Argumente sind ausgetauscht, aber der Streit kommt immer wieder hoch. Ich denke, diese Frage wird uns noch lange beschäftigen.(1)

Und da fällt mir immer wieder ein, wie leicht sich Blogger dann doch prostituieren. Da muss nur eine kommerzielle Seite etwas Spiel-ähnliches aufstellen, eine kleine Aufgabe und einen Gewinn ausloten, wenn man nur mal schnell verlinkt und es hagelt genau diese Links…
Bin ich eigentlich der Einzige, der das eigenartig findet?

Auf die Spur gebracht durch comdoxx (2)

(1) Ich war und bin der Meinung, dass Werbung bei anderen Blogs mich nicht stört, solange ich der Meinung bin, dass die Qualität nicht leidet. Bei mir (gibt’s bis auf Weiteres keine/(nie) Werbung, weil ich keinen Bock habe, als kommerzielles Blog betrachtet zu werden.
(2) Nein, ich weiß nicht, wie Malte zu Werbung im Blog steht und möchte auch absolut nichts unterstellen. Der verlinkte Artikel ist nur ein Beispiel, ich hatte bereits früher über einen solchen Beitrag nachgedacht.

Google Analytics blockieren

Bei Mitternachtshacking wird darauf hingewiesen, dass die Google Analytics Javascript-Datei immer häufiger auf dem eigenen Server gehostet wird. Man kann nun also nicht mehr google-analytics.com verbieten und gut.
Also schlägt Christian dort vor, den AdBlockPlus-Filter wie folgt anzupassen:

  • */urchin.js

Und mit diesen Einstellungen werden auch die diversen Klick-Strecken bei den Online-Magazinen sinnlos:

  • # *.ivwbox.de/*
  • # ivw.*

Super Sache. Merci!