„Twitter ist kein Chat“

langweilig von miez!

langweilig von miez!

Eigentlich langweilt diese Diskussion oder Aussage nur noch „Twitter ist kein Chat“ hört bzw. liest man immer und immer wieder, wenn sich Leute mal über ein Thema unterhalten, diskutieren… Wahrscheinlich war das auch der Inhalt des dritten Tweets überhaupt

  1. „Hallo Welt“
  2. „Selber Hallo“
  3. „Hey – Twitter ist kein Chat!“

(Zumindest im deutschsprachigen Bereich, wie es in anderen Ländern aussieht, weiß ich nicht.)

Auf der einen Seite ist es selbstverständlich so, dass Twitter kein Chat ist, sondern ein Kurznachrichtendienst oder eine Microblogginplatform. Auf der anderen Seite: wenn ihr facebook-User einen Eintrag macht und jemand kommentiert, kommt dann auch wer und schreit „facebook ist kein Chat“? Eben.

Und genau so läuft es ab: jemand schreibt was, jemand antwortet und schon kann eine Diskussion aufkommen. Manchmal ist es tatsächlich so, dass die anderen Follower sich nicht dafür interessieren, dann könnte man es überlesen oder hausmeisterlich schreien „Twitter ist kein Chat“.

Andererseits: die Regeln von Twitter stellen die User durch die Nutzung auf. Wie so Wege, die sich nach und nach einfahren. Es gibt eigene Memes bei Twitter, Insiderwitze, Abkürzungen, irgendwie eine eigene Kultur. Und diese Wege fahren sich von selbst ein, ohne dass ein Wichtignutzer (weil er „Elite“ ist oder sich dafür hält – was eigentlich dasselbe ist…) irgendwelche Regeln aufstellen muss.

Aber diese Hausmeister kommen halt immer wieder und schreien „Twitter ist kein Chat“. Und den „altgedienten“ Twitter-Usern (m/f) fällt nur noch eins ein: sigh

Bild: langweilig von miez! – Lizenz: CC By-NC-SA 2.0

EU-Leistungsschutzrecht für alle Internetunternehmen [Update]

Die t3n teasert

Die EU-Kommission erwägt ein Leistungsschutzrecht für Verleger einzuführen, das nicht nur für Suchmaschinen wie Google gilt. Damit würde das deutsche Leistungsschutzrecht in verschärfter Form europäisch.

Es geht darum, das das deutsche Murks-LSR sich nicht nur auf die gesamte EU erstrecken soll, sondern sogar ausgeweitet wird, sodass alle Unternehmen, die journalistische Textteile nutzen, zur Kasse gebeten werden können, z.B. auch facebook oder Twitter.

Wo das enden wird, ist nach den Erfahrungen mit dem LSR in Deutschland und Spanien wohl klar: die großen Unternehmen wie Google und facebook werden die Medien vor die Wahl stellen, entweder die Teile kostenlos zu bekommen oder rauszufliegen. Und die Verlage machen mit. die kleinen Unternehmen müssen zahlen und machen dann ggf. dicht.

So kann die EU natürlich auch die großen Unternehmen aus den USA stärken und die kleinen Startups, z.B. aus Europa, schwächen.

Man fragt sich wirklich, ob Politiker nur einen Moment nachdenken, bevor die Gesetze schaffen. Und bei Lobbyisten – hier vertreten durch Frank Überall vom DJV – scheint es nicht unbedingt besser auszusehen.

[Update]

Via BILDblog auf einen Artikel/Kommentar bei Mobilegeeks zum Thema gestoßen: Verquere Logik der EU-Kommission beim Verleger-Leistungsschutzrecht *Update*

Stöckchen: irgendwas mit Schule und Lernen

School von CollegeDegrees360

School von CollegeDegrees360

Die Littlebinhh hat ein Stöckchen zur freien Mitnahme ausgelegt. Und ich habe mir dieses genommen…

Es geht dabei – wie der Titel schon sagt – um Schule und Lernen.

1. Non scholae sed vitae oder andersherum discimus?

Diese Frage ist (gar nicht) leicht zu beantworten: manche Dinge, die ich in der Schule gelernt habe, sind vollkommen überflüssig. Ich weiß zum Beispiel immer noch nicht, wozu ich Parabeln jemals brauchen könnte (mit parabelförmigen Flugbahnen habe ich kaum zu tun – bzw. eigentlich nie). Und Vektoren im n-dimensionalen Raum mögen ganz schön sein, aber wozu? (Dafür habe ich dann im Studium Wahrscheinlichkeitsrechnung gehabt und Statistik. Vor allem zweitgenanntes ist sehr hilfreich beim Zeitung- und Internetlesen.) Auch die Biologie der Unterstufe fand ich sehr langweilig (deshalb habe ich dann in der Oberstufe Physik Leistungskurs gemacht und den ganzen anderen MatNat-Kram abgewählt 🙂 ), später dann habe ich mich intensiv in Darwin und die Evolutionstheorie eingelesen und fand und finde es hochspannend.

2. Wenn Du versuchst Dich zu erinnern, war Deine Schulzeit zumutbar oder eher eine Zumutung?

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scienceblogs: Tim Hunt und der Twitter-Mob

Markus Pössel hat einen sehr lesenswerten Artikel über den „Shitstorm“ des „Twitter-Mobs“ auf Tim Hunt geschrieben: Tim Hunt und der Twitter-Mob

Btw. mir scheint, die *hüstel* etablierten oder selbsternannten Qualitätsmedien sind nur sauer, weil

  • sie die Deutungshoheit verlieren
  • weil ganz normale Menschen auch was zu sagen haben und gehört werden
  • weil plötzlich auch Wissenschaftler und Nobelpreisträger angegriffen werden können

Es wäre dieser Journaille zu wünschen, dass sie endlich einen Fenstersturz aus dem selbstgezimmerten Elfenbeinturm erhalten, in dem sie sich so selbstgerecht eingerichtet haben. Aber soll man’s ihnen verdenken? Sie sind inzwischen auch nicht glaubwürdiger als FIFA-Funktionäre. (Mir scheint es so, als ob beispielsweise beim Ukraine-Konflikt die größte Quelle von Verschwörungstheorien Welt, SZ & Co. sind.)

via BILDblog

Twitter, Quitter, Ello und Co. [Update 1, 2]

quitter

quitter

Twitter ändert schon seit einiger Zeit massiv das eigene Produkt und die dahinter liegende Politik/Philosophie. Don Dahlmann hat einiges dazu geschrieben. Und gerade hat Twitter angekündigt, dass nun auch fremde Tweets in der eigenen Timeline erscheinen können, wenn Twitter der Meinung ist, dass diese gefallen: wenn die eigenen Followings diese gut finden, oder der Algorithmus meint, dass man den entsprechenden Tweet mögen würde. Astrid hat sich dazu geäußert.

Tja, was soll ich dazu sagen?! Don und Astrid haben vollkommen Recht. Ich bin nicht bei facebook, weil mir die Anwendung zu fremdbestimmt ist und mir immer mehr die Kontrolle über die angezeigten Inhalte nimmt, und jetzt fängt plötzlich auch Twitter mit sowas an… Ich fand es bei Twitter super, dass ich selbst entscheiden konnte, was mir angezeigt wurde (und das auch noch ganz simpel chronologisch) – abgesehen von Werbung, aber da hätte ich noch nicht einmal etwas gegen ein Bezahlmodell.

Und nun möchte Twitter mit die Timeline mit fremden Tweets vollmüllen.

Ello

Ello

Nun ja, ich habe mir ein Invite für Ello (Nick „blariog“) geben lassen – wer außerdem eines möche, kann sich gern bei mir melden.

 

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Adblocker… oder Selbstverteidigung im Internet

Viele Journalisten, Dienstleister und Internetseiten weisen darauf hin, wie böse Adblocker (Werbefilter im Browser) sind, da diese dafür sorgen, dass keine Werbung angezeigt wird und somit keine Erträge generiert werden können.

Andererseits sehe ich die Nutzung von Adblockern ganz einfach als Verteidigungsmaßnahme, gegen

  • Ausspionieren des Users (Rechner/Konfiguration, besuchte Seiten…)
  • nervtötende Werbung (wie Overlays, die sich nur schwer über winzigkleine Buttons, die manchmal schließen und manchmal maximieren bedeuten)
  • selbstabspielende Klänge (liebe Werber, ihr habt wohl einen Knall!)
  • Flash-Schrott, der den Rechner irgendwelche Filme, Anzeigen, Klänge machen lässt, die diesen dann ordentlich verlangsamen
  • etc.

Deshalb nutze ich auf allen Rechnern Adblocker, bei Firefox zusätzlich noch NoScript, Ghostery, Clookie Whitelist und Better Privacy.

Leider reicht das inzwischen nicht mehr, denn heise.de meldet „User-Tracking: Werbefirmen setzen bereits häufig „nicht-löschbare“ Cookie-Nachfolger ein

Zum Glück wurde mir dann dieser Tweet in die Timeline gespült:

Habe ich nun gemacht. Und die Liste werde ich nach und nach erweitern…

Bin ich kreativ? Nein. Ja. Vielleicht, manchmal…

Zwarte Diamant, Kopenhagen

Zwarte Diamant, Kopenhagen

Nicole Gugger hat eine Blogparade zum Thema Kreativität ins Leben gerufen. Ich habe lange mit mir wegen der Teilnahme gerungen, aber nachdem ich mich kreativ betätigt habe (schauts euch mal mein neues Favicon an 🙂 ) habe ich mich dazu entschlossen, mitzumachen…

Die arbeite einfach mal die Fragen ab, die in der Blogparade so gestellt werden (ganz unkreativ 🙂 )

Zunächst einmal meine Definition von Kreativität

Nicole selbst hat einiges dazu geschrieben (Link oben), auch wikipedia hat eine. Für mich die Essenz dieser Definitionen ist

  • Kreativität schafft etwas Neues (ggf. auch durch die Verbesserung von etwas Bestehendem, aber dann muss das Neue wirklich „besonders“ sein, ein Auto umlackieren ist eher nicht kreativ, einen Motor zu verbessern, sodass er drei statt sechs Liter verbraucht, schon eher)
  • Kreativität ist nicht automatisiert oder automatisierbar (ob ein Roboter einen Stuhl zusammensetzt oder ein Mensch, ist in diesem Sinne egal und beides nicht kreativ)

Bin ich selbst kreativ?

Siehe oben – Stichwort favicon. Davon abgesehen habe ich das Design farblich selbst angepasst (mit ein paar Tipps von unserem Designer). Continue reading

Vizify

Vizify Profile BlariogJetzt zum Jahreswechsel wurde per Twitter der Vizify-Service bekannt: dort konnte man zum eigenen Twitter-Account ein Filmchen als Jahresrückblick erstellen: darin werden dann eigene Top-Tweets, Top-Follower, ausgewählte getwitterte Bilder und dergleichen angezeigt. Ich fand das ne spannende Sache und habe den Film auch gleich erstellt.

Das war nur ein Appetithappen von Vizify: man kann sich dort mit diversen weiteren Diensten verbinden, z.B. facebook, flickr, 4sq; man kann weitere Daten eingeben – Bilder, bisherige Wohnorte, Jobs, Interessen und verschiedenes mehr. Ich fand das schon cool, deshalb habe ich das gleich einmal gemacht.

Das Ergebnis könnt ihr sehen, wenn ihr auf das Bild klickt.

Zu Vizify selbst: es handelt sich um einen Freemium-Service (also bei dem die Standardversion kostenlos ist und Extras dann kostenpflichtig sind), der ohne Werbung auskommt. Es gibt dabei einen Plus-, sowie einen Premium-Account. Plus (für 3,33 $/Monat) bietet z.B. Extraseiten (Video, Audio, Dokumente), verkleinertes Branding und die Inhalte können auf anderen Seiten eingebunden werden. Bei Premium (6,99 $/Monat) kann man außerdem noch eine eigene Domain einbinden und bekommt eine eigene, passende E-Mail-Adresse. Hier gibt’s alle Infos zu den kostenpflichtigen Accounts.

Auswertung Blogparade „Interessante Twitternde finden“

Auf meine Blog-Parade gab es fünf Einsendungen:

Vielen Dank euch für’s Mitmachen!

Auswertung
Wie wichtig sind euch FollowFridays? Nutzt ihr die Empfehlungen oder interessierern sie euch gar nicht? Oder nutzt ihr sie unter bestimmten Umständen?
Bei FollowFridays gibt es alle Positionen: von solchen, die #ff lesen und schreiben, bis zu solchen, die diese vollständig ignorieren. Allerdings gibt es einen gewissen Widerwillen gegen Massen-#ff (solchen, bei denen möglichst viele Twitternamen aufgeführt werden), lieber gesehen sind die, bei denen ein User_in pro Tweet so richtig empfohlen wird.

Interessiert euch der Ava, die Bio etc.? Folgt ihr Leuten ohne diese Angaben oder eher nicht? Schaut ihr euch eventuell verlinkte Blogs/Webseiten etc. vorher an?
Hier ist eine klarere Linie zu sehen: das Profil sollte ausgefüllt werden, gerade bei Angeboten, mit denen auch kommuniziert werden soll (Erik hat hier darauf hingewiesen, dass dies bei Accounts, die nur Informationen ausgeben (Medien etc.) nicht so arg wichtig ist.) Auch der verlinkte Blog (Webseite) wird gern einmal angesehen.

Was ist mit Tweets, Retweets und Mentions? Kümmert euch, wie sehr ein User diese nutzt?
Auch hier sind sich die Teilnehmenden einig: insgesamt sollte ein ausgewogenes Verhältnis von Tweets, Mentions und RTs geben. Jemandem, der keine Mentions twittert, oder nur RTs oder nur Mentionsj folgt man eher nicht (ausgenommen sind hiervon selbstverständlich Medien etc.).

Interessieren euch die Anzahl der Follower und Followings des Users/der Userin? Schaut ihr euch diese an?
Bei dieser Frage sind die Antworten sehr uneinheitlich: manche interessieren sich dafür, für andere spielen diese Daten gar keine Rolle.

Auf welche Weise findet ihr die meisten Menschen/Accounts, denen ihr folgt? FollowFriday, Retweets, Mentions, lasst euch finden und folgt zurück…
Wichtig beim Finden sind insgesamt persönliche Bekanntschaft und Mentions, dann noch Hashtags, RTs und gemeinsame Followings.

Danke auch an blog-parade.de für’s Verbreiten der Blog-Parade

Blogparade: Interessante Twitternde finden

Nun mache ich auch endlich bei meiner eigenen Blog-Parade mit 🙂
Es geht bei dieser um die Frage, wie man interessante Twitter-Accounts findet.

Wie wichtig sind euch FollowFridays? Nutzt ihr die Empfehlungen oder interessierern sie euch gar nicht? Oder nutzt ihr sie unter bestimmten Umständen?
FollowFridays nutze ich gar nicht. Ich lese die Empfehlungen nicht und schreibe auch keine (es sei denn, als Rück-/Dankempfehlung).
Dies mag daher kommen, weil es einfach zu viele Massen-FFs gibt. Oder auch daher, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich trotz FF keine Follower gewinne.

Interessiert euch der Ava, die Bio etc.? Folgt ihr Leuten ohne diese Angaben oder eher nicht? Schaut ihr euch eventuell verlinkte Blogs/Webseiten etc. vorher an?
Insgesamt würde ich sagen, dass diese Informationen einen Account vollständig wirken lassen.
Jemand mit einem Eier-Ava hat es eher schwer, mich als Follower zu gewinnen. Sonst würde ich insgesamt sagen, dass ein ansprechender Ava vorteilhaft ist. Aber ob ich ansonsten Präferenzen habe, kann ich gar nicht sagen.
Die Bio, nun ja, sollte ausgefüllt sein. Eine ansprechende macht es einfacher, mich zu überzeugen.
Beim Ort ist es einfacher: gern folge ich Menschen aus Karlsruhe (da ich da nun einmal wohne) und Ostfriesland (meiner Alten Heimat). Sonst sind alle gleichwertig.
Blogs und Webseiten schaue ich mir manchmal an, in erster Linie, weil ich hoffe, dort Infos über den Twitternden zu finden.

Was ist mit Tweets, Retweets und Mentions? Kümmert euch, wie sehr ein User diese nutzt?
Jemandem, der/die nur retweetet oder keine Mentions schickt, folge ich eher nicht. Wer viele Mentions an Leute schickt, denen ich nicht folge, auch nicht. Ansonsten sollte insgesamt alles vorhanden sein.

Interessieren euch die Anzahl der Follower und Followings des Users/der Userin? Schaut ihr euch diese an?
Irgendwie sollte ein „gesundes“ Verhältnis zwischen den Werten sein: sowas wie 1000 Followings und 100 Follower animiert mich nicht (umgekehrt allerdings auch nicht). Andererseits folge ich gern Leuten mit wenig Followern (<100 zum Beispiel).
Die gemeinsamen Follower interessieren grundsätzlich schon, sind aber so wichtig nicht.

Auf welche Weise findet ihr die meisten Menschen/Accounts, denen ihr folgt? FollowFriday, Retweets, Mentions, lasst euch finden und folgt zurück…
Der Hubert hatte schon drauf hingewiesen: persönliche Treffen – in erster Linie BarCamps – spielen eine große Rolle (insbesondere freilich bei meinem BarCamp-Account @blariog_bc). Sonst sind RTs wohl am wichtigsten für mich.
Mein Hauptaccount ist @hanckn