Blogparade: Guilty Pleasures

Bei arschgeweiht.at gibt es unter dem Namen „Guilty Pleasures“ eine Blogparade, bei der die Teilnehmenden ihre peinlichste Lieblingsmusik veröffentlichen sollen. Eigentlich nichts für mich, da ich ja all mein Hören (oder fast, mein mobiles nicht) bei last.fm veröffentliche und ihr so eh über meinem teilweise schlechtem Geschmack informiert seid 🙂
Und irgendwie habe ich gar keine Lieblingslieder, die mir peinlich sind.

Aber ich habe doch mal ein bissl gekramt und überlegt, was ihr von mir nie, nie erwarten würdet. Ich habe keine Lust, das irgendwie zu sortieren, also ist die Reihenfolge zufällig…

Natasja – Gi‘ Mig Danmark Tilbage!
Natasja war eine dänisch-sudanesische Reggae-, Dancehall- und Hip-Hop-Musikerin, die leider sehr jung bei einem Unfall starb. Das Lied „Gi‘ Mig Danmark Tilbage!“ (deutsch etwa „Gib mir Dänemark zurück“) ist eine Antwort auf die rechtspopulistische dänische Regierung und ihre Versuche, Dänemark die bekannte Freiheit und Freizügigkeit zu nehmen.

Sabrina Setlur – Du liebst mich nicht
Was mir an diesem Lied sehr gut gefällt, ist das Auskotzen. Sabrina Setlur spuckt dem Angesprochenen die Worte entgegen, sie rappt hier mit viel Verve, das finde ich echt klasse.

Herman’s Hermits – No Milk Today
Hierzu kann ich gar nichts sagen, aber ich mag dieses Lied sowas von gern <3

Irgendwie finde ich, dass keine echten Ausfälle dabei sind, aber das meiste, was musikalisch peinlich wäre, ist eh 80er, und das ist etwas Anderers. Wobei mir da die Videos auch wichtig sind… das Video von Cindy Lauper’s Time after time ist meines Erachtens super, das von Culture Club’s „Do you really want to hurt me“ ebenso. Und das von „Puttin on the ritz“ von Taco. Und… Das eben sind Sachen, die ich eigentlich nur sehöre (seh-höre?). Und das war ja nicht gefragt 🙂

soml 25/26/27: Ein Lied deiner/s LieblingsSängerSängerinBand

Diese drei Teile werde ich in einem Beitrag zusammenschreiben, da die Antwort auf alle drei gleich ist: gibt’s nicht (mehr)

Ein Lied deines Lieblingssängers
Das war wohl mal Marc Almond. Aber ist heute nicht mehr der Fall. Nicht nur, weil ich ihn nicht mehr höre, sondern weil sich mein Musikgeschmack insgesamt geändert hat. Man könnte vielleicht dann später auch von David Tibet (Current 93) sprechen, aber auch den höre ich inzwischen nicht mehr so viel. Und nun höre ich niemanden mehr so gern, dass ich von einem Lieblingssänger sprechen könnte.

Ein Lied deiner Lieblingssängerin
Bei einer Lieblingssängerin ist es ähnlich wie beim Lieblingssänger. Außer, dass ich nie so richtig eine echte Lieblingssängerin hatte. Eine ganze Zeitlang mochte ich Tanita Takaram sehr gerne, die eine großartige Sängerin ist, mit einer tollen Stimme. Den Blues für mich hat die grandiose Billie Holiday einmalig verkörpert. (Dass ich für Elena Fossi (Kirlian Camera) lebe und sterbe, dürfte inzwischen bekannt sein…)

Ein Lied deiner Lieblingsband
Meine Lieblingsband war lange Zeit unangefochten Joy Division. Joy Division war eine großartige Band, die sich allerdings meines Erachtens mit deren größten Hit „Love will tear aus apart“ keinen Gefallen getan hat.
Dann als nächstes wurde Welle:Erdball mein Favorit, ich habe alle CDs von Anbeginn bis zu dem Zeitpunkt, als ich das Interesse verlor (fünf CDs und sechs MCDs), plus T-Shirt…
Dann lernte ich :wumpscut: richtig kennen uns sammelte von ihm. Von ihm habe ich zehn (Doppel) CDs und ein paar MCDs, T-Shirts, Poster… teils signiert.
Und dann in den letzten Jahren habe ich auch das Interesse an einer Lieblingsband verloren.

Nun könnte ich es mir einfach machen und bei last.fm schauen, wer meine Lieblingsband/Musiker/in ist, aber das spiegelt ja auch nur meinen Geschmack (bzw. Hörgewohnheiten) der letzten Zeit wider. Und das, was ich mit dem Stick höre, wird auch nicht erfasst.

Zusammengefasst: gibt’s nicht (mehr) 🙂

Hier geht’s zum soundtrack of my life

soml 8: Dein Lieblingslied aus den 80ern

Mein Lieblingslied ist immer schwierig zu bestimmen, da muss man schon sehr genau eingrenzen. Ein großer Teil meiner CD-Sammlung ist 80er-Jahre/New Wave. Da ist es schwer, ein Lieblingslied zu bestimmen.
Da habe ich es mir nun mal ganz einfach gemacht und geschaut, welches Lied aus den 80ern bei meinen Last.fm-Charts ganz oben liegt.
Und zwar Eclipse (im Original von 1988) von Kirlian Camera.
Hier der Blip dazu

Hier geht’s zum soundtrack of my life

soml 1: Ein Lied, das dich glücklich macht

Irgendwann finde ich vielleicht mal ein Lied, dass mich glücklich macht. 🙂
Aber aktuell kann ich nur mit einem Hach-Lied dienen. (Ist ja auch schon mal was…)
Und zwar handelt es sich um Transylvania von Ostara (Blip: )

Transylvania ist ein Hach-Lied für mich. Irgendwie finde ich es einfach wunderschön, kann aber nicht genau sagen, warum…
Deshalb schreibe ich mal ein bisschen über die Band und die Szene / Musikrichtung, zu der dieses gezählt wird: Neofolk.
Neofolk ist – wie ich angedeutet habe – sowohl eine Musikrichtung wie auch eine Szene. Wobei Szene ein bisschen übertrieben scheint. Die Musikrichtung (die es so nicht gibt) „Neofolk“ ist eine neue Form des Folks, und genau wie beim bekannten Folk gibt es beim Neofolk verschiedene Abstufungen.
Die Neofolk-Szene ist eine Musiker_innen-Szene, d.h. sie definiert sich durch die Musizierenden. Es ist dort so, dass es sehr viel Zusammenarbeit gibt, mehrere Bands bestehen gar nur aus einem Musiker und werden dann zusätzlich pro CD mit anderen Musikern zusammengestellt. Current 93 ist ein bekanntes Beispiel, früher spielte David Tibet (= Current 93) viel mit Douglas Pearce (= Death in June) zusammen, außerdem gab es eine enge Zusammenarbeit mit Tony Wakeford (Sol Invictus), Rose Mc Dowell und Steven Stapleton (= Nurse with Wound). Douglas Pearce wiederum arbeitet viel mit Boyd Rice (= NON, Boyd Rice and Friends) und Albin Julius (= Der Blutharsch) zusammen. Dies gilt auch für deutsche Bands. Andreas Ritter (= Forseti) hat viel mit anderen deutschen und internationalen Bands gemacht…

Musikalisch ist Neofolk in verschiedenen Bereichen anzutreffen

  • rockiger Neofolk (Ostara)
  • neo-klassische Musik (Camerata Mediolanense)
  • Industrial (Nurse with Wound, Mother Destruction)
  • Mittelalterliche Musik (Neun Welten, Sturmpercht)
  • Folkige Musik (Forseti)
  • Grenzgänger (Current 93, Death in June, Boyd Rice)
  • Martial Industrial (Rome, Der Blutharsch)

usw.

Thematisch beschäftigt sich Neofolk mit den üblichen Bereichen. Im (deutschen) Neofolk spielt Heimat und -verbundenheit eine große Rolle. Es gibt außerdem diverse Bands und Musiker, die offen rechts sind. Problematiscb ist insofern, dass einige Bands und Musiker sich gern martialisch geben und sich auch nazistischer Symbolik bedienen. Besonders hervorzuheben sind hier Death in June und Der Blutharsch, die jedoch beide betonen, unpolitisch zu sein und sich der Symbolik um ihrer selbst, d.h. aus reiner Faszination, bedienen. Für mich inakzeptebel (und darum fast unhörbar) ist übigens der Sozialdarwinist Boyd Rice. (Musikalisch mag ich ihn durchaus…)

Hier ist der blip zu dem Lied.

Hier geht’s zum soundtrack of my life

Änderungen im/am Blog

In letzter Zeit hat sich hier im Blog ja in Bezug aufs Design bzw. Aussehen ein bisschen getan.

Archiv in der Sidebar verkleinert
Ich blogge nun ja schon ein bisschen länger, sodass das Archiv in der Sidebar immer länger wurde. Das hat mich dann immer mehr genervt, bis ich mich mal aufgerafft und ein Plugin für das Archiv gesucht und installiert habe. Nun zeige ich in der Sidebar nur noch das aktuelle Jahr an. Es gibt eine eigene Seite für das vollständige Archiv, in dem ihr auf alle Artikel zugreifen könnt.
Das Archiv in der Sidebar und die Archivseite wurden übrigens mit „Yearly Month Archive“ gemacht, ein sehr cooles WordPress-Plugin.

Tag-Cloud
Es hat lange gedauert, bis ich angefangen habe, Tags zu verteilen. Dann habe ich lange gewartet, bis ich mich um das Thema „Tag-Cloud“ gekümmert habe (schließlich wollte ich ja, dass ihr mit dieser auch viele Artikel findet). Diese ist nun in der Sidebar eingebunden.
Leider ist das Plugin ein WordPress-Widget, mein Design aber nicht so richtig widget-fähig, daran werde ich noch arbeiten müssen…

Blip.fm-Widget
Seit einiger Zeit „blippe“ ich ja auch (http://blip.fm/blariog), nun bietet blip.fm ein Widget an, dass ich auch gleich in die Sidebar gelegt habe. Da könnt ihr nun meine letzten Blips sehen. (Am Design werde ich noch ein wenig rumspielen 🙂 )

Fremde Widgets
Die fremden Widgets in meiner Sidebar habe ich so eingestellt, dass sie nur auf der Startseite zu sehen sind, ich denke, dass das reicht erst mal…

Blogparade „gecoverter“ Kram

180px-MikeNess_Cologne2Bei freeqnet gibt’s eine Blog-Parade zu „gecoverter“ Musik (Coverversionen und so).

Aufgabenstellung:

Ich möchte gern von euch wissen, welche Coverversion euch besonders gut gefällt! Welcher Song schafft es in seiner Neuauflage, das Original noch zu übertrumpfen? Weshalb ist das eurer Meinung so? Oder ist es gar ein Song, der im Original wirklich schlecht ist? Es dürfen auch gern mehrere genannt werden, solange es nicht in mehrere Stunden Musik ausartet. Wer mag, kann auch seine allgemeine Einstellung zu Coverversionen kund tun. Oder seid ihr vielleicht komplett gegen Coverversionen?

Grundsätzlich stehe ich Coverversionen erstmal offen gegenüber. Zumindest solange es nicht nur Nach-Spielen ist oder es den Anschein erweckt, als wolle der Künstler / die Band mit der Coverversion nur Geld machen oder Ruhm ernten. Irgendwie scheint mir das gerade in der Pop-Szene eher oft der Fall zu sein.

Bei Cover-Versionen ist es mir wichtig, dass die Band dem Lied einen ganz eigenen Touch gibt. Ob’s jetzt eine Jazz-Version von einem Grunge-Song ist (The Bad Plus: Smells like Teen Spirit) oder eine Polka-Version eines Dark Wave-Stücks (The Shanes: Love will tear us apart) oder auch die Punk-Version eines Folk-Songs (Social Distortion: Ring of fire). Und als Bonus zu dieser Auflistung „Das bisschen Grindcore“ von Excrementory Grindfuckers. Der Unterschied zum Original ist mir schon sehr wichtig. Diese Stücke mag ich zwar gern, sie sind mir aber nur auf Anhieb eingefallen.
Am meisten mag ich wohl Lili Marleen von Camerata Mediolanense. Das dürfte aber auch ganz klar daher kommen, dass ich Camerata Mediolanense sehr gern mag…

Ich mag Bands, die viel oder nur covern, insbesondere, wenn es sich um obskure Geschichten handelt 😉

Ganz schrecklich finde ich übrigens Sara Noxx‘ Jeanny Part I

Bild: Mike Ness (Social Distortion) in Köln; Quelle: wikipedia

20.000 bei last.fm „gescrobbelte“ Lieder

Jubel!
Die 20.000 sind voll. Hier der Beweis:

20000lastfm

Als 20.000sten Song habe ich mir „Gi‘ mig Danmark tilbage“ von der wundervollen, leider viel zu früh verstorbenen Natasja ausgewählt/abgespielt.

„Gi‘ mig Danmark tilbage“ heißt soviel wie „Gib mir Dänemark zurück“. Gemeint ist das Dänemark, das wir alle zu kennen glauben: Hort der Freiheit und Offenheit, von Christiania, Pornografie (naja, zumindest in den 70ern) und so. Das ist nun vorbei, seitdem die Rechtspopulisten an der Macht sind und das Land nach ihren rechtskonservativen Idealen umbauen.
Übrigens: Christiania wird auch abgerissen, wer also Interesse hat, sollte schnellstmöglich noch mal hinfahren…