heise.de: Vorsicht vor Verteilung von Malware via Steam-Chat

Da ich ja auch viel auf Steam unterwegs bin bzw. Steam meine Standardplattform für Gaming und so ist, hier eine Warnung von heise.de: es soll in letzter Zeit vermehrt dazu gekommen sein, dass gekaperte User-Konten anderen Usern Links zu Malware-verseuchten Seiten geschickt haben. Hier der ganze Artikel: Vorsicht vor Verteilung von Malware via Steam-Chat

Btw. wer mich auf Steam hinzufügen will: blariog

Jaja, FDP, die Bürgerrechtspartei

heise.de meldet

Der Hessische Landtag hat am gestrigen Dienstag mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von CDU und FDP die Novellierung des Polizeigesetzes verabschiedet. Der Entwurf […] bringt den Strafverfolgern eine Reihe neuer Befugnisse. Sie dürfen künftig Internet-Telefonate abhören, technische Überwachungsgeräte wie Peilsender an Autos etwa in Garagen anbringen oder Telekommunikationsvorgänge per IMSI-Catchter unterbrechen.

Stimmt, eigentlich nichts Neues: in der Opposition lautstark Forderungen stellen und die dann in der Regierungsverantwortung wieder alle vergessen. Ach nee, nicht vergessen. Zumindest nicht ganz: mit ein paar oberflächlichen Änderungen versehen udn dann einführen.

Andre vom Compyblog wundert sich auch gar nicht…

Chef von Microsoft Deutschland möchte Internet-Zensur

Das meldet heise.de:

So erklärte der Chef von Microsoft Deutschland, Achim Berg, gegenüber dem Deutschlandfunk am heutigen Dienstag, dass er an Stelle Köhlers das Normenwerk unterschreiben würde. Es gehe ihm – ähnlich der Argumentation der früheren Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) – vor allem um den „Symbolcharakter“ des Vorhabens.
Dass es natürlich Spezialisten gebe, die damit aufgebaute Web-Blockaden „vielleicht sogar sehr einfach“ umgehen könnten, sei ein anderes Thema, sagte Berg. Das Internet sei „kein rechtsfreier Raum“, das hätten „einige etwas durcheinander geworfen mit Meinungsfreiheit“. Die aktuellen Debatten um heimliche Online-Durchsuchungen, Vorratsdatenspeicherung oder eben auch das Zugangserschwerungsgesetz hält Berg in diesem Sinne nicht für schädlich für die hiesige IT-Branche.

Das zeigt schon mal Folgendes: der Chef eines IT-Unternehmens muss keine Ahnung von der Materie haben. Es reicht, wenn man auf Stammtisch-Niveau polemisieren kann.

Auf der anderen Seite stellt sich freilich die Frage, ob MS nicht für dem Vorstoß andere Gründe hat: eben die, die die Content-Industrie dazu bewegen, ebenfalls für die Zensurmaßnahmen zu sein: ganz einfach darauf zu hoffen, dass irgendwann auch Seiten mit anderen ungeliebten Inhalten gesperrt werden: Download-Portale mit Kopien von Microsoft-Software, Seiten, auf denen auf Schwachstellen und Sicherheitslücken hingewiesen wird, Open Source-Seiten etc. Es gäbe da so viel zu sperren…

Nicht vergessen darf imho, dass Microsoft auch immer betont, wie sicher die eigene Software ist. Wenn dann der Chef nur Symbol- anstatt echter Politik fordert, dann kann man wirklich nur noch dazu aufrufen, Software anderer Anbieter – die nämlich tatsächlich und offen an Sicherheit interessiert sind – zu nutzen. (Dass ich ein Linux-„Fan“ bin, sollte inzwischen bekannt sein…)

Außerdem ist noch zu bedenken, dass Microsoft selbst nicht unbedingt für Freiheit steht. Genau wie jedes andere Monopolunternehmen. Microsoft ist ein absoluter Gegner von Standards, sofern das Unternehmen nicht an diesen verdient. Das Unternehmen versucht stets, die eigenen Standards durchzusetzen und diese dann über Lizenzen an andere Unternehmen weiterzugeben.

Endlich spricht’s mal jemand aus…

Herr Güldner, ein Zensurfreund bei den Grünen sagte laut heise.de

Es gehe in der Debatte um die Art und Weise, wie die Menschen vor der Darstellung von Gewalt, sexuellem Missbrauch und anderen Auswüchsen im Internet geschützt werden können

Das hat echt gedauert, dass mal jemand ganz klar sagt, dass es nicht darum geht, Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen, sondern viel eher darum, Surfer davor zu schützen, Bilder missbrauchter Kinder zu sehen.

Warum die SPD unwählbar ist [Update]

Bei Feder & Herd gibt’s dazu zwei Artikel:

Und bei heise.de findet sich noch ein Grund mehr:

  • das in Frankreich wegen Verstoßes gegen die Verfassung gescheiterte „Three Strikes Gesetz“ wird auch in D gefordert

Btw: die Union ist selbstverständlich noch absolut unwählbarer.

Update
Die Familienexpertin im Wahlkampfteam vom Kanzlerin-Herausforderer möchte schnellstmöglich die Zensurinfrastruktur in D eingeführt wissen. (heise.de)

Zensur jetzt – und bist du nicht willig…

Irgendwie gar nicht überraschend!
Was nicht nur ich lange prophezeit habe, tritt langsam aber sicher ein: der Ruf nach weiterer Internetzensur. Vor kurzem hat Zensursula halblaut über weitere Zensurmaßnahmen nachgedacht und nun wollen die Jugendschützer alle Inhalte, die sie für gefährlich halten, blockiert haben. Dabei schlagen sie den Providern vor, freiwillig zu sperren – sonst werden sie ein Gesetz fordern.
Mehr bei heise.de

via netzpolitik.org

c’t-Artikel: Die Argumente für Kinderporno-Sperren laufen ins Leere

Für die c’t 9/9 schrieben Holger Bleich und Axel Kossel einen sehr interessanten Artikel für die Kinderporno-Sperren der Zensursula: „Die Argumente für Kinderporno-Sperren laufen ins Leere“
Teaser:

Gegen alle Einwände von Experten setzt das Bundesfamilienministerium die Kinderpornografie-Sperren durch. Die Argumente sind so löchrig wie der geplante Sichtschutz für illegale Inhalte. Obwohl alle Provider das wissen, werden sie mitmachen – aus Angst, in die böse Ecke gedrängt zu werden.

Hier geht’s zum vollständigen Artikel.