Open Source ist Kommunismus und Antiamerikanismus…

gulli.com teasert

Die International Intellectual Property Alliance (IIPA) wendet sich derzeit an die US-amerikanische Regierung, sodass diese Open Source Software wie raubkopierte Werke werten soll. Alle Länder, die quelloffene Software unterstützen, gelten als Feinde des Kapitalismus.

Kein Witz, das ist wirklich Ernst gemeint.
Länder, die für Open Source sind und das auch für die Behörden empfehlen bzw. einsetzen, sollen auf die Liste antikapitalistischer Staaten gesetzt werden.
Es gibt reichlich Unternehmen, die mit Open Source Software echtes Geld verdienen, auch wenn ewig gestrige Kapitalisten dies freilich nicht verstehen.

“Dass diese Bitte der IIPA durch das fadenscheinige Argument begründet wird, Open Source sei antikapitalistisch und kommunistisch, zeigt, dass es in dieser Debatte nicht um Argumente, sondern vielmehr um die Verdrängung von aufstrebender Konkurrenz vom Markt geht.”, erläutert Mathis Elling, Leiter der AG Freie Software der Jungen Piraten

im Artikel Junge Piraten gegen Verbot von freier Software

Neuer Service: suicide machine

suicidemachine.org ist ein Kunstprojekt, mit dem social web Accounts gelöscht werden können.
suicidemachinegulli.com schreibt über den Service:

diese „Web-Selbstmordmaschine“ macht es möglich, Onlineprofile auf populären Web 2.0-Plattformen „dauerhaft zu töten“ – und zwar irreversibel. […] Der Suicide-Bot loggt sich bei dem Netzwerk ein, ändert das Passwort und teilt es dem Nutzer selbstverständlich nicht mit. Dann kann man am Bildschirm live mitverfolgen, wie das Script nach und nach alle Informationen löscht, alle „Freunde“ herausschmeißt, sich bei allen Gruppen abmeldet und so weiter.

Spannende Geschichte. Werde mal drüber nachdenken, ob ich dem Service meine facebook-Zugangsdaten anvertraue…

Petition wider den Abmahnwahn [Update]

Es gibt eine Petition beim Deutschen Bundestag, die sich mit den Kosten der Abmahnungen befasst.

Schließlich gibt es reichlich Abmahngründe, die nur aus Versehen oder Unwissenheit passierten, die jedoch mit der Rechtsanwaltskeule (die damit sehr gut verdienen) beantwortet werden. Es gibt außerdem Unternehmen und Personen, die mit Abmahnungen reichlich Geld verdienen. Aus sicherlich nachvollziehbaren Gründen verzichte ich die Nennung auf Namen…

Zur Petition: in dieser wird gefordert, dass vor jeder kostenpflichtigen Abmahnung kostenlose Vorstufe erfolgen muss. Wenn in einer hierin gesetzten Frist der Abmahnungsgegenstand entfernt wurde, darf es nicht zu einer Abmahnung kommen.

Klaro, die Abmahnung wurde erfunden, damit dei Gerichte nicht zu viel zu tun haben. Aber was wir heute erleben, ist der Missbrauch des Gesetzes. Und ein kurzer Brief an den Abzumahnenden erhöht die Kosten des Abmahners nicht sonderlich, dieser muss ja nicht einmal durch den Rechtsanwalt sondern kann auch durch eine Bürokraft erfolgen. Es handelt sich ja nur um den Hinweis, dass hier eventuell oder wahrscheinlich ein Recht verletzt wurde…

Hier geht’s zur Petition

via Kommentar bei netzpolitik.org

[Update]
Bei der Piratenpartei gibt es einen ausführlichen Text zum Thema.

Studie zur Kommerzialität von Inhalten

cc.logoDie Organisation Creative Commons hat eine Studie zu der Frage, was kommerzielle Nutzung von Inhalten bedeutet, anfertigen lassen.
Viele Inhalte im Internet (auch die dieses Blogs) dürfen nicht kommerziell verwertet werden, allerdings gibt es keine Definition des Begriffs. Beginnt die kommerzielle Nutzung bereits bei einer kleinen Werbung oder erst bei Unternehmensblogs?

Das ist nun wirklich ein wichtiger Punkt. Allerdings stellt sich die Frage, wie er geklärt werden soll. Ich behaupte, aktuell geht das nicht. Wie kann entschieden werden, ob der Blogger nur ein klein wenig Werbeplatz vermietet, um die Betriebskosten zu decken oder, ob er Gewinne erwirtschaften möchte.
Es geht hier auch ganz klar um Praktikabilität.

Imho ist Bannerwerbung auch Werbung, und wer Werbung schaltet, hat Gewinnerzielungsabsichten, ist somit kommerziell tätig. Allerdings gibt es einige Argumente gegen diese Sichtweise, die bei gulli.com dargelegt werden. Darum denke ich, ist es am besten, wenn die Lizenz geteilt wird, in absolut nicht kommerziell und bisschen kommerziell.

Unbedingt jedoch ist es sehr gut, dass die Diskussion um diesen Punkt nun beginnt.

Lily Allen – ganz schön silly

Lily Allen ist oder war eine britische Pop-Sängerin, die ihre Bestimmung darin sah, gegen Filesharing und für das Three-Strikes-Modell zu kämpfen. (SpOn)
Aber dann fiel plötzlich auf, dass in ihrem Blog – mit dem bezeichnenden Titel „It’s not alright“ – diverse kopierte Texte standen.
Außerdem hat sie Mixtapes mit Titeln veröffentlicht, an denen sie auch keine Rechte besitzt.
Nun hatte sie keinen Bock mehr auf Musikmachen und schließt auch gleich den Blog.

Dan Bull hat dazu ein Lied gemacht:

Download des Albums: myspace, BitTorrent, megaupload
Der Kauf der Lieder geht bei Amazon, iTunes und Napster.

via gulli.com