Gamerethos oder so

The Turing Test

The Turing Test

Manchmal ist es echt so, dass ich nicht gern an meinem Computerspiel weiterspielen mag, weil ich einen Weg gehen muss, den ich nicht gehen (oder vertreten) mag.

Bei (T)ESO beispielsweise muss ich für jemanden Partei ergreifen (und ihn dadurch retten), dessen Schuld ich sehe und den ich deshalb nicht retten würde. In dem Fall geht es darum, dass er sich gegenüber einer Religion unsensibel verhalten hat und Dienerinnen derselben nachstellte. Hat er gemacht. Und er hat eben diese Dienerinnen auf eine widerwärtige Art und Weise beschrieben. Ich musste ein gutes Wort für ihn einlegen und ihn dadurch retten. Da habe ich lieber die Quest beendet (vielleicht hätte ich ihn auch retten und danach töten können – was irgendwie auch zu Nyx vom Hades passt… vielleicht aber auch nicht).

Bei The Turing Test muss ich einem Computer helfen, wieder Einfluss auf Menschen und ein Projekt zu bekommen. Allerdings weiß ich aus Notizen, die ich las, dass es Gedankenkontrolle seitens des Computers gab und sich die Menschen dagegen gewehrt haben. Das heißt auch hier muss ich mich gegen meine eigenen Überzeugungen stellen.

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ESO – eine Hassliebe

Zunächst einmal, damit alle wissen, worum’s in diesem Artikel geht – und Desinteressierte ihn gleich schließen können: ESO bedeutet The Elder Scrolls Online und ist ein MMO (Massively Multiplayer Online Game) bzw. genauer ein MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game), das aber auch sehr gut als Einzelspiel gespielt werden dann, zumindest größtenteils.
Bei wikipedia bzw. auf der TESO-Homepage gibt es weitere Infos.

Bei einem MMO teilen sich viele Menschen den gleichen Spielbereich. Das kann vorteilhaft sein, aber auch von Nachteil. Vorteilhaft, weil man dann gemeinsam Quests bewältigen kann, die man allein nicht hinkriegen würde.
Das ist manchmal natürlich ein Belügen und nicht immer von Vorteil: das Gewölbe Silumm hätte ich allein nie geschafft, aber es gab gleichzeitig ein paar Leute, die da durchgelaufen sind, und wo ich mich anhängen konnte – nun habe ich eine Quest geschafft, die zu schwer zu mich wäre, und habe eine weitere vor mir, für die ich zu schwach bin.
Andererseits hätte ich den ersten Werwolf, den ich sah, nie allein hingekriegt, aber ein wesentlich stärkerer Spieler hat mich unterstützt. Die Quest war dann vorbei. Da wäre es gut, dass ich einen weiteren Spieler hatte, der das Tier ebenfalls bekämpft.

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