BF 31: Das Buch, das du am häufigsten verschenkt hast

Tja, keines. Ich glaube, ich habe nie ein Buch mehr als einmal verschenkt. Das hat mehrere Gründe: zum Beispiel, dass ich ganz stark versuche, den Geschmack meines Gegenüber zu treffen. Und dabei meinen ziemlich weit außer Acht lasse. Also schenke ich weniger ein Buch, das mir gefiel und eher eines, das dem oder der Beschenkten gefallen könnte. Außerdem schenke ich wenig Bücher (das hat auch damit zu tun, dass ich nichts falsch machen mag bei Büchergeschenken).

Andererseits gibt es natürlich Bücher, die ich häufig verschenken könnte. Die „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick ist beispielsweise ganz große Klasse. Dieses Buch zeigt genau das, was im Titel steht: eine launige Sammlung von Tipps, wie man sich unglücklich machen kann. Und wenn man das Gegenteil davon macht…

Es macht echt viel Spaß, das Buch zu lesen, und ich denke, es würde vielen meiner Freunde und Bekannten gefallen… vielleicht sollte ich mal ein paar Ausgaben davon kaufen und hier und dort verschenken 🙂

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BF 28: Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!

Sherlock Holmes, Bild von  givingnot@rocketmail.com

Sherlock Holmes, Bild von givingnot@rocketmail.com

Erst vor kurzem habe ich mir die DVD-Box „Die Abenteuer des Sherlock Holmes (Fernsehserie)“ mit Jeremy Brett gekauft. Es handelt sich um insgesamt 12 DVDs, die Serie wurde von Kritikern wegen des sehr guten Hauptdarstellers und der Werktreue gelobt. Und sie ist grandios.

Brett hat Holmes sehr gut gespielt, zwar meiner Meinung nach nicht mit der echten Holmes’schen Kühle, aber sonst sehr gut. Eigentlich hat er Holmes nicht gespielt – er war es.

Und die einzelnen Filme oder Folgen – 36 in der Box – halten sich sehr eng an die Geschichten. Das fand ich an den Verfilmungen mit Basil Rathbone so störend – die Stories waren frei erfunden und hatten mit den Büchern von Doyle rein gar nichts zu tun.

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BF 23: Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

Das sollte eigentlich auch nicht schwer herauszufinden sein, aber ich musste doch einige Bücher in die Hand nehmen und die letzte Seitenzahl ansehen. Und dann eines von zweien auswählen, die beide dieselbe Seitenzahl haben. Das eine war eine Schullektüre – wenn auch eine sehr gute – deshalb fiel es mir nicht ganz schwer 🙂

Paul Watzlawick – Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns

Paul Watzlawick war ein bekannter Kommunikationswissenschaftler und Soziologe. Von ihm dürfte am bekanntesten die „Anleitung zum Unglücklichsein“ sein. In „Vom Unsinn des Sinns…“ erläutert Watzlawick die Systemtheorie sowie den radikalen Konstruktivismus.

Bei der Systemtheorie geht es darum, wie komplexe Systeme (Gesellschaften, Konzerne etc.) betrachtet werden müssten, um verstanden und geändert zu werden: nämlich von innen, ohne jedoch das Außen zu missachten. Der Konstruktivismus spricht davon, dass wir unsere Wirklichkeit selbst „erfinden“ oder konstruieren. Und zwar gibt es nach Watzlawick die Wahrnehmung „erster Ordnung“, das ist das, was wir riechen, tasten, schmecken, und die Wahrnehmung zweiter Ordnung, das ist die Einordnung der erstgenannten Wahrnehmung. Und hier gibt es keine Objektivität mehr. Die Wirklichkeit der Sinnzuschreibung wird von unserem Ich, der Kultur, der eigenen Ideologie, dem Wissen etc. erstellt. Hier ein sehr schönes Beispiel aus Italien, das Watzlawick nennt:

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BF 22: Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat

Charles Darwin

Charles Darwin im Alter von etwa 30 Jahren

Diese Frage habe ich in zwei Teile geteilt:

Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat

Wenn man das Bild links sieht – bzw. die Beschriftung – kommt man von selbst drauf: ein Buch von Charles Darwin hat in meinem Regal die meisten Seiten (die Bibel, Programmier-/Fachbücher, Lexika, Wörterbücher habe ich ausgenommen). Es handelt sich bei dem Buch um

Charles Darwin: Gesammelte Werke

Enthalten sind

  • Reise eines Naturforschers um die Welt
  • Über die Entstehung der Arten
  • Die Abstammung des Menschen
  • Der Ausdruck der Gemütsbewegungen

Insgesamt hat das Buch 1370 Seiten. Und ich muss es wirklich mal lesen. Vor allem, da ich es schon immer mal lesen wollte 🙂

Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat und das du gelesen hast 🙂

Das Buch mit den meisten Seiten, das ich tatsächlich schon mal (in diesem Falle schon häufiger) gelesen habe, ist

Sir Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes (Gesamtausgabe der Kurzgeschichten)

Eigentlich muss ich zu diesem Buch nichts sagen, Holmes ist schließlich sehr bekannt. Ach ja, es hat 763 Seiten.

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BF 24: Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast

Eigentlich ganz einfach: wer mich kennt, weiß, meine Bücher sind entweder Sachbücher (überwätigend überwiegend), von Terry Pratchett, von Walter Moers, Kinderbücher (insbesondere Lindgren) und ein paar Klassiker. Ach ja, einige humoristische Sachen sind auch dabei.
Aber es gibt eigentlich keinen „Schrott“, will sagen, billigste Belletristik. Aaaaber, doch. Und zwar von der Mafia-Killer-Reihe, diverse dieser Bücher von Don Pendleton nenne ich mein eigen und lese ich auch sehr gern.
Eigentlich sind diese ziemlich simpel gestrickt: Mark Bolan, der Mafia-Killer, ist ein ehemaliger Scharfschütze, der aus dem Vietnam-Krieg heimkommt und dessen Familie von der örtlichen Mafia ermordet wurde. Er schwört Rache und führt einen Ein-Mann-Krieg gegen die Mafia. Es sind reine Action-Werke, bei denen es größtenteils um Verbrechen der Mafia und Exekutionen des Mafia-Killers geht. „Leichen pflastern seinen Weg“, teilweise weniger Leichen, sondern eher Menschenreste. An keiner Stelle werden Skrupel oder ein Nachdenken über die Selbstjustiz erwähnt, jedoch immer wieder, dass er durchaus ein Herz hat, insbesondere für die Schwachen (Schwarze, Prostituierte, Ausländer…)

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BF 26: Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest

Das hängt ja immer vom Alter und Geschlecht ab. Auf jeden Fall würde ich viel von der mir sehr geschätzten Astrid Lindgren nehmen. Die klassischen Märchen mag ich gar nicht, diese zeigen ein meines Erachtens sehr einseitiges, konservatives Bild/Realität auf.
Anfangen würde ich vielleicht mit

  • Wir Kinder aus Bullerbü

Die Geschichten finde ich sehr süß, sind aber wirklich nur für kleinere Kinder.
Dann später kann sehr gut

  • Pippi Langstrumpf,
  • Michel aus Lönneberga und
  • Kalle Blomquist

kommen. In dieses Alter passen auch einige ihrer Märchen sehr gut.
Wenn mein Kind in dem Alter noch vorgelesen haben möchte, kommt dann, wenn es das passende Alter erreicht hat

  • Die Brüder Löwenherz und
  • Ronja Räubertochter.

Ich bin mit ihren Büchern und Kassetten aufgewachsen, habe reichlich von ihr verschlungen und würde auch hoffen, dass meine Kinder dies ebenso erleben… 🙂

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BF 18: Das Buch mit dem schönsten Cover, das du besitzt

Hmmm, schon wieder so eine schwere Aufgabe… schönstes Cover. Ganz ehrlich: keine Ahnung. Aber ich habe mal drei schöne ausgewählt…

„Eric“ von Terry Pratchett. Das Buch enthält auch einige Bilder vom selben Zeichner. Hier sind Vorder- und Rückseite zu sehen.

„Die geheimen Tagebücher“ von Samuel Pepys. Dieses Buch ist insbesondere durch den Pappschuber mit dem Schlüsselloch sehr schön

„Das kann ich auch“ von Christian Saehrendt und Steen T. Kittl Wenn man den Untertitel liest, dann versteht man auch, was der Zeichner so witzig und wahr dargestellt hat 🙂

Ich habe viele Bücher mit einem schönen Cover, kann mich aber nun gerade nicht entschließen, welches ich am schönsten finde… 🙂 Un nu?

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BF 21: Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Vielleicht ist das gar nicht so schwer: es mag der Faust von Goethe sein. Zumindest fällt mir kein Buch ein, dass mir noch weniger gefallen hat. Aber das liegt wohl in erster Linie an den Versen. Bin halt mehr interessiert an moderner Literatur. (Wie allerdings „Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast“ [klick] da rein passt, weiß ich nicht 🙂 – aber das ist vielleicht auch gar nicht so wichtig…)
Was – außer den Versen – gefällt mir an dem Buch nicht? Vielleicht, dass ich – anders als bei der Antigone – keine wirkliche Moral darin gefunden habe? Oder vielleicht eher, weil dieses Buch einfach viel zu moralisch war? Oder, weil mir die Faust-Grethchen-Story zu langweilig war? Oder weil es mir einfach zu rustikal (wie die Schrankwand) war?
Es dürfte wohl eine Mischung aus allen Punkten sein.

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BF 20: Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Das ist schwierig. Ich hatte beim Abi Deutsch LK, insofern habe ich da viele Bücher gelesen. Außerdem hatte ich noch ein Semester Deutsch GK, weil der Lehrer cool war und damals Deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts dran war. Ein Thema, das mich sehr fasziniert hat.
Friedrich Dürrenmatt hat mir sehr gefallen, gerade seine Kriminalliteratur (Der Richter und sein Henker, Der Verdacht). Er schrieb sehr gut, hat die sehr spannende Thematik überaus gut in Worte verpackt und damit echte sprachliche Stärke bewiesen. Die Figuren hat er sehr spannend ausgearbeitet und die Geschichte sehr interessant und hintergründig entwickelt. Absolut empfehlenswert.

Aber eigentlich ist das beste Buch aus meiner Schulzeit ein ganz anderes. Keines aus Deutschland, keines aus dem 20. Jahrhundert. Beides nicht ansatzweise.
Aus dem antiken Griechenland, vor ca. 2500 Jahren.

Antigone von Sophokles
Eine klassisch griechische Tragödie, bei der dem Leser die Grundlage der Tragödie sehr gut verdeutlicht wird: schuldlos schuldig werden
Die Geschichte ganz kurz: Antigones Brüder teilen sich die Herrschaft über Theben, bis einer ihrer Brüden den zweiten vertreibt. Dieser zieht mit einem Heer gegen Theben und in einer Schlacht töten sich die Brüder gegenseitig. Ihr Onkel, Kreon, kommt nun an die Macht und verbietet, den „feindlichen“ Bruder zu bestatten. Antigone jedoch möchte es tun, so wie die Götter es fordern. Sie schafft es nach einigen Versuchen und wird von den Wachen aufgegriffen und vor Kreon gebracht. Dieser möchte ein Exempel statuieren und lässt Antigone lebendig begraben. Jedoch tötet sie sich und dann auch ihr Verlobter, den Sohn des Kreon. Ihre Mutter tötet sich daraufhin selbst. Jedoch tötet sie sich und dann auch ihr Verlobter, der Sohn des Kreon. Seine Mutter tötet sich ebenfalls daraufhin selbst.

Und Kreon erkennt, dass er sich gegen die Gesetze der Götter aufgelehnt hat und dafür bestraft wurde.

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BF 19: Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest

Jetzt kann ich ja echt aus dem Vollen schöpfen und ein Werk nennen, dass die Leser sprachlos zürücklässt. In diesem Sinne war es gar nicht schwer, ein Buch zu finden. Ein Buch, dass viele Menschen vor Ehrfurcht erstarren lässt 🙂

Ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt, hier Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zu nennen, aber das ist eher ein Werk, das ich interessant finde, aber nicht lesen werde/würde. Unter den Umständen finde ich es unpassend, das hier zu nennen.

Sehr, sehr spannend finde ich auch Ulysses von James Joyce. Für das gilt das oeben gesagte. Jedoch ist Proust sprachlich komplexer, während Joyce eher inhaltlich/von den Anspielungen her schwieriger ist. Werde es auch wohl niemals lesen…

Also habe ich mir ein drittes Buch überlegt, ein Buch, dass ich auch wirklich mal lesen könnte. Oder würde. Das war dann doch nicht so schwer. Nicht ganz so schwer zumindest.
Das Buch, das ist gern mal lesen möchte, stammt von Charles Darwin. Eigentlich hat er mindestens zwei sehr interessante Bücher geschrieben

– Reise eines Naturforschers um die Welt
– Über die Entstehung der Arten

Ich möchte beide Bücher gern lesen. Und vielleicht schaffe ich es auch einmal, gekauft habe ich zumindest schon mal einen Sammelband, in dem die beide enthalten sind 🙂

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