BF 14: Ein Buch aus deiner Kindheit

Aus meiner Kindheit… da gibt es viele, da ich die besten aufbewahrt habe. Leider sind meine ???-Bücher nass geworden und mussten entsorgt werden 🙁

Im Juni 1981 bekam ich das Buch „Die Brüder Löwenherz“, geschrieben von Astrid Lindgren, geschenkt.
Das Buch handelt von zwei Brüdern, der eine groß und mutig, der andere klein und furchtsam. Der große rettet dem kleinen bei einem Brand das Leben und stirbt dabei. Als der kleine einige Zeit später stirbt, treffen sich die beiden in einer mittelalterlichen Welt wieder. Dort herrscht ein grausamer Despot, der mit einem Drachen für Schrecken sorgt. Der kleine Bruder gerät in einen Aufstand gegen den Tyrannen, enttarnt einen Spion und muss seinen Bruder retten. Dann…
Ach, es ist ein wunderschönes Buch. Lest es!

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BF 13: Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst

Da gibt es viele, z.B. einiges von Bill Bryson, Herbert Feuerstein (dem Red.) und Dietmar Wischmeyer.

Aber dismal meine ich von Scott Adams „Dilbert Future – Der ganz normale Wahnsinn geht weiter“. Scott Adams beschreibt in diesem Buch, wie sich die Zukunft seiner Meinung nach entwickelt. Er nutzt seinen technischen und wirtschaftlichen Sachverstand, um Prophezeiungen wie

Computerexperten werden die sexuell attraktivsten Männer der Zukunft sein.

zu entwickeln. Vom belächelten Nerd zum Sex-Symbol? Evolutionär ist das durchaus sinnvoll, da Computerexperten eigentlich die bestangepasstesten Menschen der heutigen Zeit sind. Gewissermaßen 🙂
Die Prophezeiung

In der Zukunft werden alle Funktionen ausgelagert, bis die gesamte Arbeit auf dem Planeten von einer einzigen Person erledigt wird

ist eine klare Folge des Outsourcing-Wahns 🙂
Das ist eine gute Nachricht für die Zukunft:

Die Wissenschaftler werden herausfinden, wie man aus Dummheit umweltfreundliche Energie gewinnt.

Folgende Prophezeiung ist bereits eingetreten

In der Zukunft wird jeder ein Reporter sein

Damit dürfte bewiesen sein, dass dieses Buch sehr cool, skurril und witzig ist. Aufgelockert wird es (wobei dies absolut nicht notwendig ist) von Dilbert-Cartoons.

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BF 12: Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast

Man mag es kaum glauben, aber so viele gibt es da nicht. Es sei denn, man rechnet auch die mit ein, die ich zwar empfohlen bekommen, aber nicht gelesen habe… 🙂
Selbstverständlich hat es einen Grund, dass ich so wenige empfohlen bekommen, so wenige Empfehlungen gelesen habe: mein Desinteresse an Epik und vielen sonstigen populären Themen.

Aber über ein Buch, das mir empfohlen wurde und das ich gern weiterempfehle, möchte ich doch ein bisschen schreiben.
Das sehr populäre Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick ist mir vor vielen Jahren von einem Bekannten empfohlen worden. In diesem Buch wird dem dem Leser dargestellt, wie dieser sich unglücklich machen kann. Wenn dieser natürlich genau das Gegenteil macht, macht er sich nicht unglücklich 🙂
Das Buch ist sehr amüsant und locker geschrieben, es macht viel Spaß, es zu lesen. (Watzlawick ist insgesamt ein sehr guter und empfehlenswerter Autor.)
Bei wikipedia gibt’s einen Artikel zum Buch. Da dieser lang und ausführlich ist, schreibe ich nicht mehr weiter… 🙂

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BF 11: Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Öhm, *rotwerd* 🙂 „Alles über Atlantis“ von Otto Muck
Warum?!
Ganz einfach: wenn man dieses Buch liest, dann denkt man, dass es (im Bermuda-Dreieck) da irgend etwas gibt, das da irgendwelche Anomalien verursacht. Das klingt alles so logisch und durchdacht, aber gar nicht so einseitig wie man’s von von Däniken kennt. Es ist alles so klar und (eigentlich doch gar nicht so) einfach. Der Leser ist irgendwann absolut davon überzeugt, dass es da etwas geben muss.
Und dann beschäftigt man sich näher mit diesen ganzen Geschichten. Und merkt, dass es eben doch nicht so einfach ist

  • Die Bermuda-Dreieck-Gläubigen behaupten, jedes Schiff, das im Atlantik verschwunden ist, sei dort verschollen. Zur Not wird das BM bis zu den Azoren ausgeweitet.
  • Alternative Erklärungsmöglichkeiten werden verschwiegen, Gerüchte wie Tatsachen behandelt (Flight 19)
  • Meteorologische und ähnliche Besonderheiten nicht in Betracht gezogen

Zu Atlantis allgemein sollte man sich über folgende Dinge Gedanken machen:#

  • Was sagte Plato, wie viele Menschen würden dort gewohnt haben? Und wann?
    Bronzezeit!
  • Wie groß soll Atlantis gewesen sein und wo gelegen?
  • Kann damals überhaupt die Technik und Kultur soweit gewesen sein?
  • Warum erzählt nur Plato von Atlantis? Und warum in einer Schrift über Staatsformen?
  • Kann es nicht sein, dass er eine Tatsache „mythisierte“? Das heißt, eine untergegangene Kultur nachträglich mit neuen Möglichkeiten überhöhte?

Zusammengefasst:

  • das Bermuda-Dreieck ist nur Fiktion
  • Atlantis nur ein Mythos bzw. wesentlich ausgeschmückt

Und das erfährt man nur aus anderer Literatur, in der dann auch weitere Informationen stehen und die zum Nachdenken anregt.

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BF 10: # Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin

Öhm, wer könnte das sein? Habe keinen. Auch keinen Lieblingsmusiker/band, -schauspieler, -film…
Aber da dieser Artikel nicht so kurz werden soll, wie der letzte, schreibe ich mal über ein Buch von einem Schriftsteller, den ich sehr gut finde, und das ich gern lese.

Midas Dekkers: Geliebtes Tier – Die Geschichte einer innigen Beziehung
Midas Dekkers ist laut Klappentext der „bekannteste und populärste Biiologe Hollands“. Einige Bücher von ihm habe ich gelesen, fast verschlungen. Das Buch „Geliebtes Tier“ mag ich besonders gern. Es geht in diesem um Tierliebe Sex mit Tieren. Dekkers betrachtet dabei Mythen (gerade die griechischen Göttersagen sind in dieser Hinsicht sehr interessant), Bilder und Erzählungen bis hin zu unserem Umgang mit (Haus- oder Schmuse-) Tieren.
Sehr interessant ist der geänderte Blick auf alte Gemälde, in denen „nur“ ein klassisches Motiv wie der verführende Zeus dargestellt wurde, aber hinter dem sich dann doch ein bisschen mehr verbirgt, nämlich – hinter der Maske der klassischen Bildung versteckt – Sex bzw. Zoophilie (wp). Dieser versteckte Umgang mit Tieren setzt sich bis heute fort, manche Streicheleinheit hat durchaus einen sexuellen „Touch“, auch wenn der Streichelnde dies vehement bestreiten würde. Dekkers beschreibt diese ganze „normale“ und alltägliche Zoophilie in einer sehr erfrischenden und überaus lesenswerten Art und Weise, dass sich hieraus ein klarer Lesetipp ableiten lässt!

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BF 8: Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert

Mit Orten und Büchern habe ich es irgendwie nicht so. Da fallen mir jetzt gerade so auf Anhieb zwei ein, aber auch nur, weil ich sie im Urlaub an den entsprechenden Orten gekauft habe.
Ich nenne mal alle, weil beide Orte echt toll sind und ich sie beide liebe und mich wirklich auf einen weiteren Urlaub dort freue.
Robert Anton Wilson: Das Lexikon der Verschwörungstheorien – Verschwörungen, Intrigen, Geheimbünde
Dieses Buch erinnert mich an Wien. Eine echt tolle Stadt. Viele Sehenswürdigkeiten und Museen. Viel, viel Kaffee und viele, viele Buchhandlungen mit günstigen Büchern (Remittenden). Klasse!
Kathrin Passig, Aleks Scholz: Lexikon des Unwissens – Worauf es bisher keine Antwort gibt
Dieses Buch erinnert mich an wunderbares süddeutsches Städtchen, mit einer tollen Architektur, schönen Kirchen, netten Menschen und einer wunderbaren Atmosphäre: Freiburg (Breisgau).

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BF 7: Ein Buch, dass dich an jemanden erinnert

Hm, da gibt’s entweder nicht oder ganz viele 🙂
Ich möchte kein Buch nennen, das mich traurig zurücklässt, also habe ich „Das Beste aus Neue Spezial“ ausgewählt. Wikipedia schreibt zur „Neue Spezial“

Die Zeitung Neue Spezial war von Anfang bis Mitte der 1990er Jahre die deutsche Ausgabe der niederländischen Zeitung De Nieuwe, die ausschließlich unglaubliche und frei erfundene Meldungen enthielt. Damit kann sie dem Boulevardjournalismus zugeordnet werden.

Das ist imho so nicht ganz richtig. Es ist eher Satire/Humor. Wenn man mal auf das Bild klickt, sieht man die Artikel und die sind wirklich bizarr. Letzten Endes handelt es sich um BILD².

Dieses Buch habe ich das erste Mal bei Bine in Bremen gesehen. Es gab damals dort eine grandiose WG, in der ich eine Zeitlang immer mal wieder auftauchte, übernachtete, feierte… leider habe ich all die Leute von damals aus den Augen verloren… solllte vlt mal per Internetz suchen 🙂

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BF 6: Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)

Wahrscheinlich fast alles von Walter Moers, auf jeden Fall aber „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“.(1) Ich habe einige Bücher von Moers, er ist wirklich ein ganz großer Schriftsteller. Ich mag seine Fantasy-Bücher sehr, bin zu ihnen übergewechselt, als mir Terry Pratchett zu komplex und moralinsauer und unlustig wurde.(2)

Warum also nicht Käpt’n Blaubär mehrfach lesen?
Zum einen ist es die Dicke des Buches, die mich schier verzweifeln lässt. Ich hasse so dicke Bücher. Dieses hat 700 Seiten. Es fällt mir sehr schwer, mich an solche heran zu wagen.
Zum anderen die Menge an Geschehnissen in diesem Buch. Es passiert so viel darin. Ich kann nicht erklären, warum mich dieses stört. Ich nehme mal an, dass es mit der Dicke des Buches zusammenhängt. Ein Buch, das nicht enden will, sozusagen.

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(1) Nein, dies ist kein Kinderbuch.
(2) Anfangs war er sehr witzig, auch sehr schön hinter- und tiefgründig, aber inzwischen sind mir seine Bücher zu erwachsen. Und immer mehr aktuell auf der Erde existierende Möglichkeiten auf die Scheibenwelt zu verlagern, gefällt mir auch nicht sonderlich…

BF 5: Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

„Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest.“ Und das gleichzeitig nicht mein Lieblingsbuch ist…
Ist schwer, da gibt es viele. Ich habe nun einfach mal „Huren, Henker, Hugenotten“ von Maureen Waller herausgenommen. Der Untertitel lautet „Das Leben in London um 1700“ und das ist auch der Inhalt. Es werden unter anderem

  • Eheglück, Mutterfreuden und Kindheit
  • Krankheit und Tod
  • Mode, Speis und Trank
  • Vergnügungen, Arbeit in der Stadt
  • Religion und Aberglauben
  • Prostitution und Laster
  • Verbrechen und Strafe

beleuchtet und damit ein umfassendes Bild vom Leben dort und damals gemalt. Reichlich davon lässt sich sicher auch auf andere Orte zur selben Zeit übertragen.
Auf jeden Fall schreibt die Autorin sehr anschaulich, mit Sachverstand und nicht sensationsheischend von der Zeit und den Menschen damals. Sehr viel von dem, was man liest, erschreckt doch. Mich am meisten, dass man bereits für kleinere Diebstähle die Todesstrafe fürchten musste bzw. dass diese für sehr viele Vergehen verhängt wurde.

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