Petition wider den Abmahnwahn [Update]

Es gibt eine Petition beim Deutschen Bundestag, die sich mit den Kosten der Abmahnungen befasst.

Schließlich gibt es reichlich Abmahngründe, die nur aus Versehen oder Unwissenheit passierten, die jedoch mit der Rechtsanwaltskeule (die damit sehr gut verdienen) beantwortet werden. Es gibt außerdem Unternehmen und Personen, die mit Abmahnungen reichlich Geld verdienen. Aus sicherlich nachvollziehbaren Gründen verzichte ich die Nennung auf Namen…

Zur Petition: in dieser wird gefordert, dass vor jeder kostenpflichtigen Abmahnung kostenlose Vorstufe erfolgen muss. Wenn in einer hierin gesetzten Frist der Abmahnungsgegenstand entfernt wurde, darf es nicht zu einer Abmahnung kommen.

Klaro, die Abmahnung wurde erfunden, damit dei Gerichte nicht zu viel zu tun haben. Aber was wir heute erleben, ist der Missbrauch des Gesetzes. Und ein kurzer Brief an den Abzumahnenden erhöht die Kosten des Abmahners nicht sonderlich, dieser muss ja nicht einmal durch den Rechtsanwalt sondern kann auch durch eine Bürokraft erfolgen. Es handelt sich ja nur um den Hinweis, dass hier eventuell oder wahrscheinlich ein Recht verletzt wurde…

Hier geht’s zur Petition

via Kommentar bei netzpolitik.org

[Update]
Bei der Piratenpartei gibt es einen ausführlichen Text zum Thema.

Jack Wolfskin lenkt ein (bisschen ein)

Jack Wolfskin hat wohl gemerkt, dass der Abmahn-Wahn der Marke schadet, ein bisschen wird eingelenkt:
Dawanda muss nicht zahlen und Jack Wolfskin zieht die Abmahnungen zurück.
Punkt. Einsicht, Entschuldigung und dergleichen sind zu viel verlangt, naja…

Mehr bei create or die. Und noch mehr beim Werbeblogger

via stohl.de

Vorsicht Pfotenfreunde: Jack Wolfskin mahnt ab [Update]

Wer in seinem Blog Katzen-, Hunde-, Bärenpfoten (bzw. Bilder von solchen Abdrücken) zeigt, sollte sich auf eine Abmahnung von Jack Wolfskin vorbereiten. Denen gehört jegliche Pfote – zumindest sind die der Meinung.*

Mehr beim Werbeblogger

[Update]
Jack Wolfskin hat sich zu den Abmahnungen geäußert. Bei SegaPro gibt’s den Text.

* Plötzlich bin ich doch ganz froh, keinen Wolfskin-Rucksack gekauft zu haben! Das werde ich mir auch noch mal sehr gut durch den Kopf gehen lassen!

Jako und das Internet

Stellen wir uns mal vor, wir veröffentlichen einen Text, der jemandem nicht gefällt. Dieser setzt uns die Pistole auf die Brust (wer reich ist, hat Recht – siehe Jens Weinreich) und sorgt damit dafür, dass der Artikel aus dem eigenen Blog verschwindet. Aber zwischenzeitlich war ein windiger News-Aggregator da (so eine Seite, deren Sinn darin besteht, wahllos News zu teasern, um Werbung schalten zu können). Die Anwälte sehen es als Verstoß gegen die Unterlassungserklärung, dass der Text auf einer anderen Webseite auftaucht und verlangen die Strafzahlung aus der Unterlassungserklärung.

Wenn sich das mal nicht zu einem Eigentor entwickelt…

via netzpolitik.org, außerdem noch gefunden in fünf weiteren Blogs mit Reichweite…

Spendenaufruf: DFB will kritischen Blogger finanziell ausbluten lassen

Um folgendes Thema geht’s: der Journalist Jens Weinreich hat in seinem Blog den DFB-Chef Zwanziger einen „unglaublichen Demagogen“ genannt. (Bei Stefan Niggemeier gibt’s viel zum Thema. Jens Weinreich hat einen Webweiser zum Thema erstellt.). Der Demagoge Herr Zwanzinger ließ sich von einem Gericht bestätigen, dass dieser den Blog-Eintrag falsch verstanden hat und dass es sowas wie Meinungs- und Pressefreiheit gibt. Der 20er hat nun ein weiteres Gericht angerufen und so weiter (wer das wohl alles zahlt?!)
Und Jens Weinreich – wie die meisten unserer Mitmenschen nicht reich und ohne reichen Verband im Rücken – machen die Prozesskosten nun langsam zu schaffen.
Er bittet um Spenden. Frank Helmschrott schreibt so schön „Ein Zwanziger gegen Zwanziger“.

Weitere Infos gibt’s in Jens Weinreichs Blog.