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Please pay here, by stevendepolo

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Richard Gutjahr hat sich ja vor einiger Zeit mit LaterPay zusammengetan und setzt diese Art der Finanzierung der eigenen Arbeit inzwischen auch ein.

Ich habe mir mal ein paar Gedanken darüber gemacht, was ich von den üblichen Methoden halte bzw. warum ich LaterPay als für mich sinnvollste Methode sehe.

Klassisches Abomodell
Tolle Sache: sehr einfach, mir wird jeden Monat der Betrag x vom Konto abgezogen, ich muss nichts mehr tun. Der Verlag kann dazu noch mit meinem Geld rechnen und weiß somit, wie viel er im kommenden Monat sicher hat.
Naja, so toll ist das für mich nicht: ich zahle jeden Sch… mit – Feuilleton, Aktienkurse, Sport. Reichlich Dinge, die mich nicht interessieren. Wenn ich (damals) eine Papier-Zeitung gekauft habe, sind Feuilleton und Sportteil gleich ungelesen in die Papiertonne gewandert. Ich kann mit beidem nichts anfangen.
Und außerdem: was ist, wenn ich mich ab und an mal für einen Artikel interessiere?! Die SZ kostet im ePaper 30 Euro im Monat. Ganz schlechtes Geschäft (für mich).

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Linkliste (16): GEW-Broschüre zur Homosexualität, Heartbleed und Open Source, Ostern, Journalismus und Recherche…

Heute, zu Ostern gibt es mal ein ganzes Potpourri von Themen… sogar eines zu Ostern ist dabei :-)

Linkliste (15): Autismus, Sicherheitsrisiko Staat, Homöopathie, Vorratsdatenspeicherung, Big Brother Awards…

Verschwörungen allüberall…

You want to believe - Elias Schwerdtfeger (CC BY-NC-SA 2.0)

You want to believe – Elias Schwerdtfeger (CC BY-NC-SA 2.0)

Mal wieder eine Blogparade. Diesmal zum Thema “Verschwörungstheorien”, sie wird veranstaltet von LexasLeben. Es handelt sich um eine offene Blog-Parade, bei der es keine großen vorgegebenen Fragen gibt.

Tja, Verschwörungstheorien und ich, sehr schwierig. Ich bin ein Skeptiker und dabei ziemlich sehr ablehnend gegenüber derlei Dingen. Eigentlich mehr als ich sein dürfte. Ich müsste mehr prüfen und weniger gleich in Bausch und Bogen verwerfen. Andererseits machen es – gerade den Skeptikern – Verschwörungstheoretiker oftmals nicht leicht:
es wird behauptet, alle seien gegen die “Gläubigen” oder hätten eine Gehirnwäsche gehabt. Es wird eher behauptet als argumentiert. Gegenargumente werden als Angriffe gewertet, und auch so beantwortet.

Meine liebste (wissenschaftliche) Methode bei derlei Behauptungen ist “Ockhams Rasiermesser“. Bei wikipedia wird es so zusammengefasst:

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Zufall, Aberglaube und Wahrscheinlichkeit. Vor allem aber Aberglaube…

Under a ladder - von seq - Lizenz by-nc-nd 2.0

Under a ladder – von seq – Lizenz by-nc-nd 2.0

Über Blog-Parade.de bin ich wieder einmal auf eine spannende Blog-Parade gestoßen. das Museumsblog veranstaltet diese unter dem Titel ‘Welt ohne Zufall? Blogparade zum Thema „Aberglauben“’

Dies ist ein sehr spannendes Thema, über das ich bereits viele Bücher gelesen habe. Sowohl über Zufall und Wahrscheinlichkeit als auch über Aberglaube. Schon lange bin ich ein Skeptiker und habe deshalb diverse Bücher zu skeptischen Themen, Verschwörungstheorien, Religionen, und eben auch Glaubenssystemen.
Es freut mich übrigens sehr, dass bereits im Titel der Zufall genannt wird – dieser ist die Basis einer ganzen Menge Aberglaubens. Eigentlich müsste nun eine Definition des Begriffs erfolgen, verweise jedoch auf die sehr gute Definition bei wikipedia. Dort wird sehr klar dargestellt, dass Aberglaube in erster Linie ein Machtbegriff ist, mit dem ein fremdes Glaubenssystem gebrandmarkt wird. Für den Christen mag der Schamanismus Aberglaube sein, für den Panteheismus das Christentum, und so weiter.
Für mich, der ich gern ein Wissenschaftler wäre, gibt es letztendlich nur Glauben oder Wissen. Ob es einen Gott gibt, der seinen Sohn auf die Erde geschickt hat, um die Seelen aller Menschen zu retten, ist genauso eine Glaubenssache wie dass der gesamte Kosmos und die Natur eins sei mit Gott (vgl. wikipedia). In diesem Sinne ist jeder Glaube gleichberechtigt.
Auf der anderen Seite gibt es das Wissen: Dinge, die bewiesen (oder, noch besser, widerlegt) werden können.

Jetzt habe ich schon ne ganze Menge geschrieben und bin noch gar nicht zum Thema gekommen: bei der Blogparade geht es eher um den herkömmlichen Aberglauben: schwarze Katzen <3, Kleeblätter, Leitern (siehe das Bild oben), Hufeisen und dergleichen mehr.

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Linkliste (12): Avast Toolbar, Laterpay, Inklusion, Same Day Delivery, Xing-Abmahnungen…

  • heise.de weist auf ein sehr fragwürdiges Feature der Avast Toolbar hin: “Avast-Toolbar mit Shopping-Spion” Die Toolbar scannt die aufgerufene Webseite und schickt diese an den Service Cuivo. Dass ein Virenscanner Datenschutzrecht verletzt, sollte zu denken geben… vielleicht nutzt ihr doch besser einen anderen.
  • Richard Gutjahr arbeitet seit kurzem mit einem Startup namens LaterPay zusammen, das ein neues MicroPayment-System für Inhalte im Internet entwickelt. Hierbei werden einzelne Artikel oder auch weiterführende Informationen zu Artikeln mit einer “Bezahlschranke” versehen. Allerdings hat man ein Rückgaberecht (das man nicht allzu oft nutzen sollte :-))
  • Raul Krauthausen hat einen tollen Artikel über Inklusion (und Homophobie) unter dem Titel “Mein ungutes Gefühl” geschrieben
  • In der t3n wurde eine spannende Meinung zum Thema Same Day Delivery veröffentlicht “Same-Day-Delivery-Hype: Lieber laufen lernen, bevor man zu rennen versucht“, die ich absolut teile.
  • Seit einiger Zeit werden Profile (von Freiberuflern und Selbständigen) bei Xing, die über kein Impressum verfügen, abgemahnt. Das Wall Street Journal hat einen Text dazu geschrieben.
  • RA Carsten Ulbricht ist davon überzeugt, dass die Abmahnungen bei Xing nicht gerechtfertigt sind und geht gegen eine solche vor. Sein Text dazu “Erste Abmahnungen wegen fehlendem Impressum bei XING – Rechtslage und Praxisempfehlung
  • Bei strafakte.de gibt’s unter dem Titel “Keine Freiheitsstrafe für gewaltlose Delikte? ” einen echt lesenswerten Artikel.
  • In Österreich schlägt das “Komitee zur Regelung des Schriftverkehrs” des Austrian Standards Institute in einem Entwurf für eine Überarbeitung der ÖNORM A 1080 (“Richtlinien für die Textgestaltung”) vor, das generische Maskulinum zur Norm zu machen. Beim sprachlog gibt es dazu zwei Artikel “Männer sind Norm, Frauen sind Ideologie” und “Der Mann als Norm“, in denen sehr klar erläutert wird, warum das generische Maskulinum eben nicht geschlechtergerecht ist – unbedingt lesen.
  • Bei Netzpiloten steht, warum z.B. fehlende Netzneutralität abgelehnt werden muss: “Netzneutralität: Zwei-Klassen-Internet als Nachteil für Start-ups
  • Peter Wilhelm vom bestatterblog hat meine Alte Heimat, Ostfriesland, und die Teezeremonie bzw. alles was mit Tee zusammenhängt, kennengelernt und ein, zwei schöne, amüsante Artikel darüber verfasst.

BF 31: Das Buch, das du am häufigsten verschenkt hast

Tja, keines. Ich glaube, ich habe nie ein Buch mehr als einmal verschenkt. Das hat mehrere Gründe: zum Beispiel, dass ich ganz stark versuche, den Geschmack meines Gegenüber zu treffen. Und dabei meinen ziemlich weit außer Acht lasse. Also schenke ich weniger ein Buch, das mir gefiel und eher eines, das dem oder der Beschenkten gefallen könnte. Außerdem schenke ich wenig Bücher (das hat auch damit zu tun, dass ich nichts falsch machen mag bei Büchergeschenken).

Andererseits gibt es natürlich Bücher, die ich häufig verschenken könnte. Die “Anleitung zum Unglücklichsein” von Paul Watzlawick ist beispielsweise ganz große Klasse. Dieses Buch zeigt genau das, was im Titel steht: eine launige Sammlung von Tipps, wie man sich unglücklich machen kann. Und wenn man das Gegenteil davon macht…

Es macht echt viel Spaß, das Buch zu lesen, und ich denke, es würde vielen meiner Freunde und Bekannten gefallen… vielleicht sollte ich mal ein paar Ausgaben davon kaufen und hier und dort verschenken :-)

Hier geht’s zu allen Fragen des Bücherfragebogens

Linkliste (11): Jäger als Tierschützer, Passwortmanager, Piwik, Schleichwerbung…

  • Interessanter Artikel bei Ruhrbarone: “Klage: Jäger wollen Tierschützer sein
  • heise hat einen Artikel zu einer interessanten Passwortmanager-App “MobileSitter schützt Passwörter durch Lügen“. Der Clou ist, dass auch ein Passwort zurückgegeben wird, wenn das Masterpasswort falsch war. Das heißt, auch wenn ich mich falsch eingeloggt habe, bekomme ich ein Passwort zurück, dass ich ausprobieren muss, um zu merken, dass mein Masterpasswort falsch war. Mit einem Icon, das ich  mir bei der Einrichtung auswählen kann, sehe ich als Besitzer, ob ich ein richtiges oder falsches Passwort kriege.
  • Bei shoptags.de gibt es einen tollen (älteren) Artikel zu “Piwik im E-Commerce“. Piwik ist ein freies und datenschutzrechtlich unbedenkliches Tool zum Tracking von Seitenbesuchern. In dem verlinkten Artikel werden vielen Tipps gegeben, wie Piwik im E-Commerce, aber auch sonst, genutzt werden kann.
  • Mal was Anderes, für zwischendurch: ein superlecker klingendes Käsekuchen-Rezept (ich liebe Käsekuchen und backe eigentlich auch gern :-)) – Missi von himmelsblau.org “[Oh so yummy] Saftiger Käsekuchen
  • Ein schöner (wirklich!) Artikel beim marketing-blog.biz mit dem Titel “Erfolgreich bloggen!? Überlegen Sie sich das zweimal.” – unbedingt empfehlenswert! (\o/)
  • Noch einmal die Ruhrbarone “Blogs: Darum verdienen wir so wenig Geld mit Werbung” – es geht dabei um unseriöse Werbeangebote bzw. Schleichwerbung

BF 28: Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!

Sherlock Holmes, Bild von  givingnot@rocketmail.com

Sherlock Holmes, Bild von givingnot@rocketmail.com

Erst vor kurzem habe ich mir die DVD-Box “Die Abenteuer des Sherlock Holmes (Fernsehserie)” mit Jeremy Brett gekauft. Es handelt sich um insgesamt 12 DVDs, die Serie wurde von Kritikern wegen des sehr guten Hauptdarstellers und der Werktreue gelobt. Und sie ist grandios.

Brett hat Holmes sehr gut gespielt, zwar meiner Meinung nach nicht mit der echten Holmes’schen Kühle, aber sonst sehr gut. Eigentlich hat er Holmes nicht gespielt – er war es.

Und die einzelnen Filme oder Folgen – 36 in der Box – halten sich sehr eng an die Geschichten. Das fand ich an den Verfilmungen mit Basil Rathbone so störend – die Stories waren frei erfunden und hatten mit den Büchern von Doyle rein gar nichts zu tun.

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“Onlinepetitionen sind die Pest”

Der Titel ist ein Zitat von @sascha242:

Und da hat er vollkommen Recht. Gegen jedes Ärgernis wird heute eine Petition gestartet. Ich war ja früher auch bei diversen Petitionsnetzwerken registriert, aber schon seit längerem wurde es tatsächlich immer lächerlicher. Bei der ersten, ich weiß nicht, war es Avaaz oder Campact oder sonst eine?, habe ich den Newsletter abbestellt, als eine Petition gegen Nivea gestartet wurde, die wohl Hormone (oder so) in einer Creme verwendet haben. Anstatt eines Boykott(aufruf)s dieses Produkt durch die Kund_innen, wurde eine Petition gestartet. Das ist ja auch keine Arbeit, man muss nicht die Gewohnheiten umstellen, es können auch gänzlich Uninteressierte (die z.B. eh nichts von dem Unternehmen kaufen) teilnehmen (und somit mehr Druck aufgebaut werden)…

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