Adblocker… oder Selbstverteidigung im Internet

Viele Journalisten, Dienstleister und Internetseiten weisen darauf hin, wie böse Adblocker (Werbefilter im Browser) sind, da diese dafür sorgen, dass keine Werbung angezeigt wird und somit keine Erträge generiert werden können.

Andererseits sehe ich die Nutzung von Adblockern ganz einfach als Verteidigungsmaßnahme, gegen

  • Ausspionieren des Users (Rechner/Konfiguration, besuchte Seiten…)
  • nervtötende Werbung (wie Overlays, die sich nur schwer über winzigkleine Buttons, die manchmal schließen und manchmal maximieren bedeuten)
  • selbstabspielende Klänge (liebe Werber, ihr habt wohl einen Knall!)
  • Flash-Schrott, der den Rechner irgendwelche Filme, Anzeigen, Klänge machen lässt, die diesen dann ordentlich verlangsamen
  • etc.

Deshalb nutze ich auf allen Rechnern Adblocker, bei Firefox zusätzlich noch NoScript, Ghostery, Clookie Whitelist und Better Privacy.

Leider reicht das inzwischen nicht mehr, denn heise.de meldet „User-Tracking: Werbefirmen setzen bereits häufig „nicht-löschbare“ Cookie-Nachfolger ein

Zum Glück wurde mir dann dieser Tweet in die Timeline gespült:

Habe ich nun gemacht. Und die Liste werde ich nach und nach erweitern…

Blogparade: mein erstes Mal im Internet

Julian Grandke hat eine Blogparade veröffetnlicht, bei dem es um die erste Erinnerung an das Internet geht.

Themen können sein

Also wann warst du das erste mal online? War es dein eigener Computer? Was ging damals durch deinen Kopf? Welche Erwartungen hattest du und wie haben sich diese verändert? Und was hast du damals mit dem Internet gemacht? Emails? Foren? Newsgroups?

Lange drüber nachdenken muss ich nicht, allein der Zeitpunkt liegt sehr im Dunkeln. Das zweite Mal jedenfalls war 1997, zu Beginn meines Studiums. So um 1998 hatte ich auch meine erste Homepage (ja, dieser für diese Zeit typische Augenkrebs-Content :-))

Sylvester McCoy & Sophie Aldred // fc.nz // by-nc-sa

Sylvester McCoy & Sophie Aldred // fc.nz // by-nc-sa

Aber es ist ja das erste Mal gefragt. Und das war vor 1997. Wohl noch wesentlich vorher. Ein Freund nahm mich mit zum CIP-Pool seiner FH und da konnte ich endlich mal ins Internet schnuppern. Damals gab es entweder noch nicht das WWW oder es war dort noch nicht eingeführt. Jedenfalls habe ich nach Bildern von Dr. Who recherchiert (das floppte damals unverständlicherweise – ich meine, Sylvester McCoy!?!?! und die grandiose – weil destruktiv-sprengstoffverliebte und bezaubernde – Ace (Sophie Aldred)). Diese Bilder habe ich dann gesucht (womit auch immer) und dann einzeln (ftp get) heruntergeladen. Und dann gesehen, dass es sich um Baupläne zu Daleks handelte 🙂

Insgesamt war es echt spannend. Ich habe zwar die ganzen Zusammenhänge nicht durchschaut und hätte nie gedacht, welchen Stellenwert das Netz eines Tages haben würde, aber es war schon toll, Zugriff auf so viele Inhalte (möglicherweise nicht ganz legale, aber das war damals nicht ganz so wichtig 🙂 ) zu haben.

Es gab damals schon (oder noch?) 3,5″-Disketten, auf denen ich meine Schätze nach Hause mitnehmen konnte.

Als ich dann 1997 so richtig mit dem Internet anfing, war schon alles fertig. Wenn ich es recht bedenke, hat sich seitdem eigentlich kaum was getan 😀

Und wenn ich so dran denke, dass ich gerade per SSH einen Server gewartet habe und auch heute gern die (Linux-) Konsole nutze, hat sich teilweise so viel gar nicht geändert 🙂

Bild von fc.nz, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Linkliste (24/25): Cosplayer, Quantified-Self, Florence Hervé…

Linkliste (26): #gergha, rebeccapurple, Leistungsschutzrecht, Primark…

Linkliste (24): AmokAut(omat)ismus, WM-Songs, PDF-Kennwortschutz, Mitleid mit Behinderten…

Darum unterstütze ich die Krautreporter

Krautreporter Logo

Krautreporter Logo

In den letzten beiden Linklisten habe ich ja bereits ein klein wenig beschrieben, warum ich die Krautreporter unterstütze, trotz der gerechtfertigten und ungerechtfertigtem Kritik. Das möchte ich ein klein wenig ausführen.

Die Krautreporter sagen selbst, „Der Online-Journalismus ist kaputt.“ Damit haben sie Recht, allerdings geht mir die Aussage nicht weit genug. Ich meine eher, dass der Journalismus kaputt ist. Das erste Mal ist mir das überaus klar geworden, als es um das Thema Leistungsschutzrecht (bzw. IGEL) ging: sämtliche große Verlage und Zeitungen (abgesehen von heise und Spiegel Online) stießen ins gleiche Horn, haben Lügen verbreitet, unbewiesene Behauptungen aufgestellt, haben also gezeigt, dass sie aus Eigeninteresse zu jeder Schandtat bereit seien. Und insofern absolut nicht vertrauenswürdig.

Bei der Ukraine-Krise fällt mir das ebenso auf: Gut und Böse sind klar definiert, wer im Westen Wiederworte gegen diese allzu einfache Darstellung des Konflikts wagt, wird als moskauhörig oder anti(westlich, amerikanisch, demokratisch…) beschimpft. Mir ist diese ganze BILD-Argumentation (der sich auch die *hüstel* seriösen Medien nicht verschließen, ein ganz klein wenig zu simpel, zu schwarz-weiß gefärbt. Ich bin nicht bereit zu glauben, dass wir ach so toll demokratischen, sozialen, engelsgleichen Wesen der Ukraine das Schlaraffenland bringen wollen und Putin nur Diktatur, Unterdrückung und Krieg.

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Linkliste (23): Clickbait, Krautreporter, Ticketvorverkauf, Atacama-Alien, Verschwörungstheorien…

 

Linkliste (21/22): versehentliche Zwangseinweisung, 3*Krautreporter, Kostenloskultur und Bilderklau…

Mal wieder ne Doppelfolge, weil ich nicht dazu kam, diese vorher fertigzustellen 🙁

Linkliste (20): Videoüberwachung, #rp14, avaaz.org, Sex-Gender-Konstrukt, Recht auf Vergessen…

Linkliste (18/19): Vorratsdatenspeicherung, Inkognito-Modus, Christianismus, Folter, Insektenplage…

Letztes Wochenende bin ich leider nicht zur Linkliste gekommen… deshalb gibt’s diese nun nachgereicht…

  • Thomas Stadler klärt über „acht Mythen zur Vorratsdatenspeicherung auf
  • Mike Schnoor schreibt darüber, dass Xing und Co. einen Inkognito-Modus einführen sollten, weil jeder Besuch eines Profils mehr Interesse zu signalisieren scheint als teils der Fall ist.
  • Bei Kai Thrun gibt es einen interessanten Artikel zum Für und Wider der Kürzung der Artikel im RSS-Feed
  • Zoon Politikon über Fundamentalistische Christen und Folter: „Christianismus und Folter
  • Bei der Vorratsdatenspeicherung geht es ja nur um Metadaten, hört man immer wieder. Aber ist das tatsächlich so unproblematisch? Bei netzpolitik.org (und t3n) gibts einen Artikel dazu.
  • Noch einmal die t3n: eine Seite mit Pornos möchte für je 100 angezeigte Videos einen Baum pflanzen: „Pornos für den guten Zweck“ (Leider ist die Aktion schon lange abgelaufen. Meine Meinung dazu steht unter dem Artikel)
  • Spektrum.de hat 5 Fakten zur Frage „Drohen dieses Jahr mehr Insektenplagen?
  • Dr. Mutti hat eine Replik zu einem SZ-Artikel veröffentlicht, in dem der kinderlose Autor beschreiben darf, wie allzu gut es Familien mit Kindern in D geht und wie ungerecht das alles ist, weil denen alles geschenkt wird. Und dergleichen mehr. „Wir