Let’s Play

So in etwa vor einem Jahr fing ich an, Let’s Plays bei Youtube anzusehen. Was das ist? Eigentlich zeichnen Gamer auf, wie sie Computerspiele spielen bzw. deren Bildschirminhalt. (Irgendwie Sport im Fernsehen.) Viele kommentieren dabei, was sie machen, sehen, denken…

Bei Let’s Play gibt es zwei Meinungen

  • wie kann man nur Menschen beim Computerspielen zusehen?
  • spannende Sache, mache ich auch gern.

Dazwischen gibt es wohl nichts. Die Antwort auf die erste Frage habe ich oben ja schon gegeben (Stichwort Sport).

Aber warum tue ich das?

Nun ja, da gibt es mehrere Gründe:

  • Ich möchte das Spiel, um das es geht, kennenlernen. Vielleicht denke ich drüber nach, es zu kaufen und möchte vorher einen Eindruck gewinnen.
  • Ich stecke selbst in dem Spiel fest und möchte sehen, wie man weiter kommt.
  • Unterhaltung. Das Spiel ist spannend, der Let’s Player macht es gut. Eigentlich wie Fernsehen.

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Bezahlen im Internet I: wofür ich zahle

Toban B. - Without money

Toban B. – Without money

Beim BarCamp Nürnberg habe ich eine Session über Geldausgeben im Internet gemacht. Für den Bereich Zahlen im Journalismus habe ich vorher schon mal einen Artikel geschrieben (Artikel bezahlen im Web). Irgendwie scheint mich dieses Thema nicht ganz loszulassen 🙂
Andererseits, da ich auch für meine Arbeit bezahlt werden möchte… (abgesehen von diesem Blog selbstverständlich, aber das ist ja auch Hobby und keine Arbeit).

Aber nun Zitronensaft bei die Schnitzel: wofür zahle ich eigentlich so bei virtuellen Gütern und Services? Und warum?

Von Steam hatte ich ja bereits berichtet. Inzwischen habe ich 61 Spiele, und noch nicht alle aktiviert. Für drei Monate denke ich, ist das schon ne ganze Menge. Es hat mich ein kleines bisschen Überwindung gekostet, für virtuelle Güter zu zahlen, aber es ging dann doch – wobei ganz sicher auch von Vorteil war, dass viele davon Sonderangebote waren.
Andererseits ist es freilich so, dass sich das Business nur ins Internet verlagert hat: vorher habe ich CDs/DVDs gekauft, heute kaufe ich im Internet. Computerspiele sind ja immer virtuell.

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scienceblogs: Tim Hunt und der Twitter-Mob

Markus Pössel hat einen sehr lesenswerten Artikel über den „Shitstorm“ des „Twitter-Mobs“ auf Tim Hunt geschrieben: Tim Hunt und der Twitter-Mob

Btw. mir scheint, die *hüstel* etablierten oder selbsternannten Qualitätsmedien sind nur sauer, weil

  • sie die Deutungshoheit verlieren
  • weil ganz normale Menschen auch was zu sagen haben und gehört werden
  • weil plötzlich auch Wissenschaftler und Nobelpreisträger angegriffen werden können

Es wäre dieser Journaille zu wünschen, dass sie endlich einen Fenstersturz aus dem selbstgezimmerten Elfenbeinturm erhalten, in dem sie sich so selbstgerecht eingerichtet haben. Aber soll man’s ihnen verdenken? Sie sind inzwischen auch nicht glaubwürdiger als FIFA-Funktionäre. (Mir scheint es so, als ob beispielsweise beim Ukraine-Konflikt die größte Quelle von Verschwörungstheorien Welt, SZ & Co. sind.)

via BILDblog

Blogroll: Buerstenwurm und Novemberregen

Irgendwie wollte ich schon lange mal wieder einen Artikel hier schreiben, und immer wieder nehme ich es mir vor, aber dann kommt doch wieder etwas anderes dazwischen. Oder es fehlen die Themen. Oder es gibt Wichtigeres. Oder oder oder 🙂

Schon vor einiger Zeit (eigentlich wollte ich schon längst per Beitrag drauf hingewiesen haben…) habe ich buerstenwurm.de meiner Blogroll hinzugefügt. Es handelt sich um ein „Projekt“ von Malu Schäfer aka Basadai (@basadai), die dort beschreibt, wie es ihr mit ihrem dementen Vater ergeht; anders ausgedrückt, welche Geschichten/Erfahrungen sie als Tochter eines dementen Vaters macht. Unbedingt lesen!

Frau N. aka @novemberregen, die ich offline kennenlernte und mich dann erst über Twitter mit ihr verband, betreibt unter novemberregen.de ihren Blog, den ich euch auch dringend empfehle.

Fitbit

Prolog (*hüstel*)
Ich spreche hier von einem Fitbit-Device, kann aber aber keine Aussagen zu anderen machen. Vielleicht sind die besser oder billiger oder schöner…

fitbit

fitbit, 2762 Schritte gelaufen am aktuellen Tag

Vor kurzem habe ich mir einen fitbit one gekauft. Das ist ein Schritt-, Stockwerk- und Kalorienzähler, mit Schlafmessung und Weckfunktion. Ach, und social ist das Gerät auch noch, weil man sich mit anderen verbinden kann, und schauen, wer in den letzten sieben Tagen am meisten Schritte ging. Außerdem können Challenges abgemacht werden, zum Beispiel, wer eine Woche lang täglich mindestens 10.000 Schritte geschafft hat.

Ich habe gezögert, mir das Gerät zu kaufen, weil ich nicht ganz so viel von der Contestisierung unseres Lebens halte: immer dieses mit anderen messen, wer stärker ist, erfolgreicher, schöner, besser kocht, mehr schafft… Dieses dauernde Gegeneinander. Ich bin eher ein Freund des Miteinanders, zusammen ein Ziel erreichen.

Andererseits muss man sich ja nicht an diesen Challenges beteiligen.

So richtig hilfreich ist so ein Gerät, weil man sich selbst bewusst wird, wie viel (oder wenig) man sich so bewegt. Und man selbst daran arbeitet, das zu ändern. Ich versuche schon, meine 10.000 Schritte pro Tag vollzukriegen (mal klappt es und mal nicht). Und auch, jeden Tag 10 Stockwerke zu steigen (was eigentlich nie ein Problem ist). Und darum finde ich den wirklich gut.

Sonst kann das Gerät noch per Vibration wecken und anscheinend auch den Schlaf bewerten (nicht ausprobiert). Und man kann irgendwie auch eingeben, wie viel man getrunken hat…

Das Ding verbindet sich per Bluetooth mit dem Smartphone und hat einen Dongle für den Rechner dabei. Für Android (und ich glaube, iOS) gibt’s Apps, für Windows-PCs Software.

Epilog (*hüstel*)
Ich hatte meinen fitbit in der Bahn verloren 🙁 Dann es an die Bahn selbst („Fundservice“) und fitbit gemeldet – zum Löschen des Kontos. Aber dann hat fitbit mir einen neuen zugesandt!!111! Sehr cool, und danke dafür, Super Service!

Twitter, Quitter, Ello und Co. [Update 1, 2]

quitter

quitter

Twitter ändert schon seit einiger Zeit massiv das eigene Produkt und die dahinter liegende Politik/Philosophie. Don Dahlmann hat einiges dazu geschrieben. Und gerade hat Twitter angekündigt, dass nun auch fremde Tweets in der eigenen Timeline erscheinen können, wenn Twitter der Meinung ist, dass diese gefallen: wenn die eigenen Followings diese gut finden, oder der Algorithmus meint, dass man den entsprechenden Tweet mögen würde. Astrid hat sich dazu geäußert.

Tja, was soll ich dazu sagen?! Don und Astrid haben vollkommen Recht. Ich bin nicht bei facebook, weil mir die Anwendung zu fremdbestimmt ist und mir immer mehr die Kontrolle über die angezeigten Inhalte nimmt, und jetzt fängt plötzlich auch Twitter mit sowas an… Ich fand es bei Twitter super, dass ich selbst entscheiden konnte, was mir angezeigt wurde (und das auch noch ganz simpel chronologisch) – abgesehen von Werbung, aber da hätte ich noch nicht einmal etwas gegen ein Bezahlmodell.

Und nun möchte Twitter mit die Timeline mit fremden Tweets vollmüllen.

Ello

Ello

Nun ja, ich habe mir ein Invite für Ello (Nick „blariog“) geben lassen – wer außerdem eines möche, kann sich gern bei mir melden.

 

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Linkliste 31: Denunzianten, Open Source CMS, Israelbild in den Medien, heftig.co, Der Bibel-Code…

Adblocker… oder Selbstverteidigung im Internet

Viele Journalisten, Dienstleister und Internetseiten weisen darauf hin, wie böse Adblocker (Werbefilter im Browser) sind, da diese dafür sorgen, dass keine Werbung angezeigt wird und somit keine Erträge generiert werden können.

Andererseits sehe ich die Nutzung von Adblockern ganz einfach als Verteidigungsmaßnahme, gegen

  • Ausspionieren des Users (Rechner/Konfiguration, besuchte Seiten…)
  • nervtötende Werbung (wie Overlays, die sich nur schwer über winzigkleine Buttons, die manchmal schließen und manchmal maximieren bedeuten)
  • selbstabspielende Klänge (liebe Werber, ihr habt wohl einen Knall!)
  • Flash-Schrott, der den Rechner irgendwelche Filme, Anzeigen, Klänge machen lässt, die diesen dann ordentlich verlangsamen
  • etc.

Deshalb nutze ich auf allen Rechnern Adblocker, bei Firefox zusätzlich noch NoScript, Ghostery, Clookie Whitelist und Better Privacy.

Leider reicht das inzwischen nicht mehr, denn heise.de meldet „User-Tracking: Werbefirmen setzen bereits häufig „nicht-löschbare“ Cookie-Nachfolger ein

Zum Glück wurde mir dann dieser Tweet in die Timeline gespült:

Habe ich nun gemacht. Und die Liste werde ich nach und nach erweitern…

Blogparade: mein erstes Mal im Internet

Julian Grandke hat eine Blogparade veröffetnlicht, bei dem es um die erste Erinnerung an das Internet geht.

Themen können sein

Also wann warst du das erste mal online? War es dein eigener Computer? Was ging damals durch deinen Kopf? Welche Erwartungen hattest du und wie haben sich diese verändert? Und was hast du damals mit dem Internet gemacht? Emails? Foren? Newsgroups?

Lange drüber nachdenken muss ich nicht, allein der Zeitpunkt liegt sehr im Dunkeln. Das zweite Mal jedenfalls war 1997, zu Beginn meines Studiums. So um 1998 hatte ich auch meine erste Homepage (ja, dieser für diese Zeit typische Augenkrebs-Content :-))

Sylvester McCoy & Sophie Aldred // fc.nz // by-nc-sa

Sylvester McCoy & Sophie Aldred // fc.nz // by-nc-sa

Aber es ist ja das erste Mal gefragt. Und das war vor 1997. Wohl noch wesentlich vorher. Ein Freund nahm mich mit zum CIP-Pool seiner FH und da konnte ich endlich mal ins Internet schnuppern. Damals gab es entweder noch nicht das WWW oder es war dort noch nicht eingeführt. Jedenfalls habe ich nach Bildern von Dr. Who recherchiert (das floppte damals unverständlicherweise – ich meine, Sylvester McCoy!?!?! und die grandiose – weil destruktiv-sprengstoffverliebte und bezaubernde – Ace (Sophie Aldred)). Diese Bilder habe ich dann gesucht (womit auch immer) und dann einzeln (ftp get) heruntergeladen. Und dann gesehen, dass es sich um Baupläne zu Daleks handelte 🙂

Insgesamt war es echt spannend. Ich habe zwar die ganzen Zusammenhänge nicht durchschaut und hätte nie gedacht, welchen Stellenwert das Netz eines Tages haben würde, aber es war schon toll, Zugriff auf so viele Inhalte (möglicherweise nicht ganz legale, aber das war damals nicht ganz so wichtig 🙂 ) zu haben.

Es gab damals schon (oder noch?) 3,5″-Disketten, auf denen ich meine Schätze nach Hause mitnehmen konnte.

Als ich dann 1997 so richtig mit dem Internet anfing, war schon alles fertig. Wenn ich es recht bedenke, hat sich seitdem eigentlich kaum was getan 😀

Und wenn ich so dran denke, dass ich gerade per SSH einen Server gewartet habe und auch heute gern die (Linux-) Konsole nutze, hat sich teilweise so viel gar nicht geändert 🙂

Bild von fc.nz, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Linkliste (24/25): Cosplayer, Quantified-Self, Florence Hervé…