Blogroll: Buerstenwurm und Novemberregen

Irgendwie wollte ich schon lange mal wieder einen Artikel hier schreiben, und immer wieder nehme ich es mir vor, aber dann kommt doch wieder etwas anderes dazwischen. Oder es fehlen die Themen. Oder es gibt Wichtigeres. Oder oder oder 🙂

Schon vor einiger Zeit (eigentlich wollte ich schon lĂ€ngst per Beitrag drauf hingewiesen haben…) habe ich buerstenwurm.de meiner Blogroll hinzugefĂŒgt. Es handelt sich um ein „Projekt“ von Malu SchĂ€fer aka Basadai (@basadai), die dort beschreibt, wie es ihr mit ihrem dementen Vater ergeht; anders ausgedrĂŒckt, welche Geschichten/Erfahrungen sie als Tochter eines dementen Vaters macht. Unbedingt lesen!

Frau N. aka @novemberregen, die ich offline kennenlernte und mich dann erst ĂŒber Twitter mit ihr verband, betreibt unter novemberregen.de ihren Blog, den ich euch auch dringend empfehle.

Fitbit

Prolog (*hĂŒstel*)
Ich spreche hier von einem Fitbit-Device, kann aber aber keine Aussagen zu anderen machen. Vielleicht sind die besser oder billiger oder schöner…

fitbit

fitbit, 2762 Schritte gelaufen am aktuellen Tag

Vor kurzem habe ich mir einen fitbit one gekauft. Das ist ein Schritt-, Stockwerk- und KalorienzĂ€hler, mit Schlafmessung und Weckfunktion. Ach, und social ist das GerĂ€t auch noch, weil man sich mit anderen verbinden kann, und schauen, wer in den letzten sieben Tagen am meisten Schritte ging. Außerdem können Challenges abgemacht werden, zum Beispiel, wer eine Woche lang tĂ€glich mindestens 10.000 Schritte geschafft hat.

Ich habe gezögert, mir das GerĂ€t zu kaufen, weil ich nicht ganz so viel von der Contestisierung unseres Lebens halte: immer dieses mit anderen messen, wer stĂ€rker ist, erfolgreicher, schöner, besser kocht, mehr schafft… Dieses dauernde Gegeneinander. Ich bin eher ein Freund des Miteinanders, zusammen ein Ziel erreichen.

Andererseits muss man sich ja nicht an diesen Challenges beteiligen.

So richtig hilfreich ist so ein GerÀt, weil man sich selbst bewusst wird, wie viel (oder wenig) man sich so bewegt. Und man selbst daran arbeitet, das zu Àndern. Ich versuche schon, meine 10.000 Schritte pro Tag vollzukriegen (mal klappt es und mal nicht). Und auch, jeden Tag 10 Stockwerke zu steigen (was eigentlich nie ein Problem ist). Und darum finde ich den wirklich gut.

Sonst kann das GerĂ€t noch per Vibration wecken und anscheinend auch den Schlaf bewerten (nicht ausprobiert). Und man kann irgendwie auch eingeben, wie viel man getrunken hat…

Das Ding verbindet sich per Bluetooth mit dem Smartphone und hat einen Dongle fĂŒr den Rechner dabei. FĂŒr Android (und ich glaube, iOS) gibt’s Apps, fĂŒr Windows-PCs Software.

Epilog (*hĂŒstel*)
Ich hatte meinen fitbit in der Bahn verloren 🙁 Dann es an die Bahn selbst („Fundservice“) und fitbit gemeldet – zum Löschen des Kontos. Aber dann hat fitbit mir einen neuen zugesandt!!111! Sehr cool, und danke dafĂŒr, Super Service!

Twitter, Quitter, Ello und Co. [Update 1, 2]

quitter

quitter

Twitter Ă€ndert schon seit einiger Zeit massiv das eigene Produkt und die dahinter liegende Politik/Philosophie. Don Dahlmann hat einiges dazu geschrieben. Und gerade hat Twitter angekĂŒndigt, dass nun auch fremde Tweets in der eigenen Timeline erscheinen können, wenn Twitter der Meinung ist, dass diese gefallen: wenn die eigenen Followings diese gut finden, oder der Algorithmus meint, dass man den entsprechenden Tweet mögen wĂŒrde. Astrid hat sich dazu geĂ€ußert.

Tja, was soll ich dazu sagen?! Don und Astrid haben vollkommen Recht. Ich bin nicht bei facebook, weil mir die Anwendung zu fremdbestimmt ist und mir immer mehr die Kontrolle ĂŒber die angezeigten Inhalte nimmt, und jetzt fĂ€ngt plötzlich auch Twitter mit sowas an… Ich fand es bei Twitter super, dass ich selbst entscheiden konnte, was mir angezeigt wurde (und das auch noch ganz simpel chronologisch) – abgesehen von Werbung, aber da hĂ€tte ich noch nicht einmal etwas gegen ein Bezahlmodell.

Und nun möchte Twitter mit die Timeline mit fremden Tweets vollmĂŒllen.

Ello

Ello

Nun ja, ich habe mir ein Invite fĂŒr Ello (Nick „blariog“) geben lassen – wer außerdem eines möche, kann sich gern bei mir melden.

 

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Linkliste 31: Denunzianten, Open Source CMS, Israelbild in den Medien, heftig.co, Der Bibel-Code…

Adblocker… oder Selbstverteidigung im Internet

Viele Journalisten, Dienstleister und Internetseiten weisen darauf hin, wie böse Adblocker (Werbefilter im Browser) sind, da diese dafĂŒr sorgen, dass keine Werbung angezeigt wird und somit keine ErtrĂ€ge generiert werden können.

Andererseits sehe ich die Nutzung von Adblockern ganz einfach als Verteidigungsmaßnahme, gegen

  • Ausspionieren des Users (Rechner/Konfiguration, besuchte Seiten…)
  • nervtötende Werbung (wie Overlays, die sich nur schwer ĂŒber winzigkleine Buttons, die manchmal schließen und manchmal maximieren bedeuten)
  • selbstabspielende KlĂ€nge (liebe Werber, ihr habt wohl einen Knall!)
  • Flash-Schrott, der den Rechner irgendwelche Filme, Anzeigen, KlĂ€nge machen lĂ€sst, die diesen dann ordentlich verlangsamen
  • etc.

Deshalb nutze ich auf allen Rechnern Adblocker, bei Firefox zusÀtzlich noch NoScript, Ghostery, Clookie Whitelist und Better Privacy.

Leider reicht das inzwischen nicht mehr, denn heise.de meldet „User-Tracking: Werbefirmen setzen bereits hĂ€ufig „nicht-löschbare“ Cookie-Nachfolger ein

Zum GlĂŒck wurde mir dann dieser Tweet in die Timeline gespĂŒlt:

Habe ich nun gemacht. Und die Liste werde ich nach und nach erweitern…

Blogparade: mein erstes Mal im Internet

Julian Grandke hat eine Blogparade veröffetnlicht, bei dem es um die erste Erinnerung an das Internet geht.

Themen können sein

Also wann warst du das erste mal online? War es dein eigener Computer? Was ging damals durch deinen Kopf? Welche Erwartungen hattest du und wie haben sich diese verÀndert? Und was hast du damals mit dem Internet gemacht? Emails? Foren? Newsgroups?

Lange drĂŒber nachdenken muss ich nicht, allein der Zeitpunkt liegt sehr im Dunkeln. Das zweite Mal jedenfalls war 1997, zu Beginn meines Studiums. So um 1998 hatte ich auch meine erste Homepage (ja, dieser fĂŒr diese Zeit typische Augenkrebs-Content :-))

Sylvester McCoy & Sophie Aldred // fc.nz // by-nc-sa

Sylvester McCoy & Sophie Aldred // fc.nz // by-nc-sa

Aber es ist ja das erste Mal gefragt. Und das war vor 1997. Wohl noch wesentlich vorher. Ein Freund nahm mich mit zum CIP-Pool seiner FH und da konnte ich endlich mal ins Internet schnuppern. Damals gab es entweder noch nicht das WWW oder es war dort noch nicht eingefĂŒhrt. Jedenfalls habe ich nach Bildern von Dr. Who recherchiert (das floppte damals unverstĂ€ndlicherweise – ich meine, Sylvester McCoy!?!?! und die grandiose – weil destruktiv-sprengstoffverliebte und bezaubernde – Ace (Sophie Aldred)). Diese Bilder habe ich dann gesucht (womit auch immer) und dann einzeln (ftp get) heruntergeladen. Und dann gesehen, dass es sich um BauplĂ€ne zu Daleks handelte 🙂

Insgesamt war es echt spannend. Ich habe zwar die ganzen ZusammenhĂ€nge nicht durchschaut und hĂ€tte nie gedacht, welchen Stellenwert das Netz eines Tages haben wĂŒrde, aber es war schon toll, Zugriff auf so viele Inhalte (möglicherweise nicht ganz legale, aber das war damals nicht ganz so wichtig 🙂 ) zu haben.

Es gab damals schon (oder noch?) 3,5″-Disketten, auf denen ich meine SchĂ€tze nach Hause mitnehmen konnte.

Als ich dann 1997 so richtig mit dem Internet anfing, war schon alles fertig. Wenn ich es recht bedenke, hat sich seitdem eigentlich kaum was getan 😀

Und wenn ich so dran denke, dass ich gerade per SSH einen Server gewartet habe und auch heute gern die (Linux-) Konsole nutze, hat sich teilweise so viel gar nicht geĂ€ndert 🙂

Bild von fc.nz, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Linkliste (24/25): Cosplayer, Quantified-Self, Florence HervĂ©…

Linkliste (26): #gergha, rebeccapurple, Leistungsschutzrecht, Primark…

Linkliste (24): AmokAut(omat)ismus, WM-Songs, PDF-Kennwortschutz, Mitleid mit Behinderten…

Darum unterstĂŒtze ich die Krautreporter

Krautreporter Logo

Krautreporter Logo

In den letzten beiden Linklisten habe ich ja bereits ein klein wenig beschrieben, warum ich die Krautreporter unterstĂŒtze, trotz der gerechtfertigten und ungerechtfertigtem Kritik. Das möchte ich ein klein wenig ausfĂŒhren.

Die Krautreporter sagen selbst, „Der Online-Journalismus ist kaputt.“ Damit haben sie Recht, allerdings geht mir die Aussage nicht weit genug. Ich meine eher, dass der Journalismus kaputt ist. Das erste Mal ist mir das ĂŒberaus klar geworden, als es um das Thema Leistungsschutzrecht (bzw. IGEL) ging: sĂ€mtliche große Verlage und Zeitungen (abgesehen von heise und Spiegel Online) stießen ins gleiche Horn, haben LĂŒgen verbreitet, unbewiesene Behauptungen aufgestellt, haben also gezeigt, dass sie aus Eigeninteresse zu jeder Schandtat bereit seien. Und insofern absolut nicht vertrauenswĂŒrdig.

Bei der Ukraine-Krise fĂ€llt mir das ebenso auf: Gut und Böse sind klar definiert, wer im Westen Wiederworte gegen diese allzu einfache Darstellung des Konflikts wagt, wird als moskauhörig oder anti(westlich, amerikanisch, demokratisch…) beschimpft. Mir ist diese ganze BILD-Argumentation (der sich auch die *hĂŒstel* seriösen Medien nicht verschließen, ein ganz klein wenig zu simpel, zu schwarz-weiß gefĂ€rbt. Ich bin nicht bereit zu glauben, dass wir ach so toll demokratischen, sozialen, engelsgleichen Wesen der Ukraine das Schlaraffenland bringen wollen und Putin nur Diktatur, UnterdrĂŒckung und Krieg.

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