ESO – eine Hassliebe

Zunächst einmal, damit alle wissen, worum’s in diesem Artikel geht – und Desinteressierte ihn gleich schließen können: ESO bedeutet The Elder Scrolls Online und ist ein MMO (Massively Multiplayer Online Game) bzw. genauer ein MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game), das aber auch sehr gut als Einzelspiel gespielt werden dann, zumindest größtenteils.
Bei wikipedia bzw. auf der TESO-Homepage gibt es weitere Infos.

Bei einem MMO teilen sich viele Menschen den gleichen Spielbereich. Das kann vorteilhaft sein, aber auch von Nachteil. Vorteilhaft, weil man dann gemeinsam Quests bewältigen kann, die man allein nicht hinkriegen würde.
Das ist manchmal natürlich ein Belügen und nicht immer von Vorteil: das Gewölbe Silumm hätte ich allein nie geschafft, aber es gab gleichzeitig ein paar Leute, die da durchgelaufen sind, und wo ich mich anhängen konnte – nun habe ich eine Quest geschafft, die zu schwer zu mich wäre, und habe eine weitere vor mir, für die ich zu schwach bin.
Andererseits hätte ich den ersten Werwolf, den ich sah, nie allein hingekriegt, aber ein wesentlich stärkerer Spieler hat mich unterstützt. Die Quest war dann vorbei. Da wäre es gut, dass ich einen weiteren Spieler hatte, der das Tier ebenfalls bekämpft.

Aber worauf ich eigentlich hinaus will: bei anderen Spielen kann man sich den Schwierigkeitsgrad einstellen, bei einem MMO geht das natürlich nicht. Das heißt, man trifft auf viel zu starke Gegner und Quests, die man (allein) nie und nimmer schaffen würde. Dafür hat ESO ein Farbensystem, sagt man, ich habe es allerdings nicht gesehen… Bei Gegnern aber wird es angezeigt. Das ist natürlich ein bisschen blöd, wenn die Quest easy going ist, und der Endgegner ein paar Stufen über einem steht. Diese Quests können natürlich dann offen gelassen werden, bis man selbst stark genug ist, aber nervig ist es schon, vor allem auch, weil man nur 25 Quests offen haben kann. Da finde ich es besser, wenn ich gleich zu Beginn einen entsprechenden Gegner kriege und dann weiß, dass ich die Quest nicht weiter verfolgen muss.

Auch dem Thema MMO geschuldet ist, dass Gegner nach einiger Zeit wieder leben. Das kann nervig sein, wenn man diese tötet, einen Moment wartet und dann weiter geht und plötzlich hinter einem die bereits bekämpften und vor einem die neuen Gegner stehen. Oder wenn man kurz austritt – ich habe noch keine Möglichkeit gefunden, das Spiel wirklich zu pausieren – es dürfte nur durch ein Logout gehen.

Ja, aber Liebe?

Tja, gute Frage. Warum habe ich so viele Stunden in Tamriel verbracht, wenn das Spiel so schrecklich ist? Ein paar Stunden waren auf jeden Fall sehr cool, weil in Ödfels eine eigene Questreihe beginnt, die sehr cool ist. Der gesamte Ödfels-Teil hat viel Spaß gemacht, es waren ganz unterschiedliche Quests, nicht immer „Gehe nach A und hole“ bzw. „Gehe nach B und bringe“. Dann nachdem Ödfels verlassen war, gab es etwas in Bal Foyen und dann weiter nach Davons Wacht. Dazwischen immer wieder Quests, und insgesamt fühlte es sich so an, als ob das Tun einen Sinn ergeben würde. Bei vielen Questreihen dort könnten die Teile auch ganz anders angeordnet sein – sie erzählen keine Geschichte. Aber was sage ich da? Quests bzw. Geschichten sind eh nichts, was Bethesda kann.

Und dann bleibt noch so lala.

Die Grafik und der Sound gehen, von Bethesda ist man nichts anderes gewohnt. Die ganzen Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Das hat bei mir noch nicht gezündet, irgendwie.

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