Ein paar Tage mit Heimatstern

Ich war mal wieder für ein paar Tage im Urlaub in München und habe versucht, Heimatsterin ein bisschen zu unterstützen. Bezüglich Sachspenden für die Fahrt habe ich ja bereits einen Post geschrieben. Nun, ich bin nicht nur hingefahren und habe Urlaub gemacht, sondern habe dort auch ein wenig geholfen: Kleidung sortieren, Kartons packen, tragen und sowas. Es ist wirklich schön, wenn ich auch mal anpacken kann, um zu helfen und nicht „nur“ Geld und Dinge spende, finde ich. Und es gibt bei und um Heimatstern auch so viele tolle Menschen. Es hat mir echt viel Spaß gemacht, dabei zu sein und ich mache es auf jeden Fall wieder.
An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich und ganz bewusst meinen Respekt aussprechen für die ganzen Aktivisten, die „einfach so“ helfen, weil für sie Menschlichkeit groß geschrieben wird, weil sie das ganze Elend nicht mit ansehen können (dazu gleich mehr). Das Sortieren, Packen, Stapeln ist eine ganze Menge Arbeit, es ist anstrengend und es ist viel (Danke für alle die Spenden ihr Menschen und Organisationen da draußen!). Und das dann noch neben einer geregelten Arbeit – ja, auch die Aktivisten müssen wohnen, essen, leben. Das ist schon toll. Ich war dabei, ein paar Tage und ziehe sämtliche Hüte, die ich besitze vor diesen tollen Menschen. Danke!

Aber was ich eigentlich schreiben wollte: man (zumindest ich) merkt ja gar nicht so, wo es alles brennt, wo Hilfe benötigt wird. Ich folge auf Twitter Heimatstern und weiteren Organisationen, Aktivisten und Interessierten. Aber trotzdem. es gab so viel, das ich gar nicht mitbekommen habe: Hilfe wird in Serbien, Kroatien, Griechenland, der Türkei – um nur einige Länder zu nennen – benötigt. In Dünkirchen ist vor ein paar Tagen ein ganzes Lager niedergebrannt – die dort lebenden Geflüchteten haben zum zweiten Mal alles verloren. Gebrauchtetes medizinisches Gerät fehlt überall in den ärmeren Ländern und bei Flüchtlingsorganisationen vor Ort.

Aber dann gibt es noch überall in der Welt viele Länder, in denen es Menschen richtig schlecht geht, die die Hilfe der reichen Länder unbedingt benötigen, um nur zu überleben und nur ansatzweise ein menschenwürdiges Leben zu erhalten.
Und auch hier gibt es immer noch viel zu tun, auch das reiche Deutschland kümmert sich nicht wirklich um Obdachlose, Hilfebedürftige, Abgehängte, wie man im Merkur lesen konnte. Hier haben Aktivisten und Hilfsorganisationen – wie auch Heimatstern schnell und unbürokratisch unterstützt, damit diese Menschen nicht ganz ohne Kleidung, Nahrung, Menschlichkeit auskommen mussten – auch und vor allem zu Ostern.

Also ihr da draußen, bitte helft, spendet doch an Organisationen, die sich um Menschen, denen es so schlecht geht, dass wir uns das kaum vorstellen können und wollen. Es gibt so viel Elend in der Welt und so tolle Organisationen und Aktivisten, die unsere Hilfe brauchen, um selbst zu helfen. Wir müssen kein schlechtes Gefühl haben, weil wir reich sind und dort so viele Arme, Kranke, Verletzte, Ausgebombte, Hungernde – aber wir können helfen, deren Schmerz zu lindern.

Und by the way: so ein bisschen widern mich die Menschen schon an, die sagen „warum helft ihr den ganzen Geflüchteten, wo es doch so viele Rentner und Obdachlose hier gibt“ und die dann nichts für diese Menschen tun.

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