In eigener Sache: Werbung oder Sponsered Posts

Vor einiger Zeit bekam ich eine freundliche Anfrage, ob ich nicht einen Sponsered Post auf meinem Blog veröffentlichen möchte. Ich habe – bzw. werde – dies ebenso freundlich verneinen.

Warum?

Nun, nicht, weil ich – wie einige offenbar – der Meinung wäre, dass alles im Internet kostenlos sei. Nein, durch Werbung etc. wird dieses Blog kommerziell*. Und an kommerziellen Blogs hängt noch ein ganzer Rattenschwanz, auf den ich keinen Bock habe.

Zum Beispiel muss ich ein angepasstes Impressum bieten (es gibt sogar Stimmen, die sagen, dass eine Telefonnummer veröffentlicht werden müsse – Hell no!), ebenso Kontakt und Datenschutzerklärung (die meines Wissens schon sehr ordentlich sind). Ich müsste das Leistungsschutzrecht – diese papiergewordene Scheiße, losgelassen von wahngeistigen und lobbyhörigen CSUlern – beachten. Bei fremden Inhalten (z.B. Bildern, die ich ja gern von flickr beziehe) müsste ich darauf achten, ob diese kommerziell verwendet werden dürfen. Bei einem – hoffentlich nie vorkommenden – Gerichtsverfahren müsste ich mich als jemand ansprechen lassen, der Geld mit dem Blog verdient und deshalb ganz anderen Regeln zu gehorchen hat.

Das sind so Gründe, warum es hier keine Werbung gab und geben wird. Wenn es jemand anders sieht, ist das für mich okay – solange Sponsored Posts und Werbung entsprechend gekennzeichnet werden, selbstverständlich.
Andererseits bedeutet das natürlich im Umkehrschluss, dass das, was ich hier schreibe, nicht und nie von kommerziellen Gedanken beeinflusst ist. Wenn ich z.B. sage, dass Heimatstern eine richtig tolle Hilfsorganisation ist, die super Sachen auf die Beine stellt bei der außerdem echt liebe Menschen arbeiten, ist das schlicht und ergreifend meine Meinung. Und ich habe absolut nichts, nada, niente, davon, dass ich das hier schreibe.
* Leider wird dies von Usern immer wieder gern missverstanden: es hat rein gar nichts damit zu tun, ob oder wie viele Gewinne ich mache, es zählt allein die Gewinnerzielungsabsicht. Sonst wäre Snapchat, die gerade einen sehr guten Börsenstart hingelegt haben, kein kommerzielles Unternehmen, da sie zwar reichlich Umsatz machen, aber keinen Gewinn.

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