Bin ich kreativ? Nein. Ja. Vielleicht, manchmal…

Zwarte Diamant, Kopenhagen

Zwarte Diamant, Kopenhagen

Nicole Gugger hat eine Blogparade zum Thema Kreativität ins Leben gerufen. Ich habe lange mit mir wegen der Teilnahme gerungen, aber nachdem ich mich kreativ betätigt habe (schauts euch mal mein neues Favicon an 🙂 ) habe ich mich dazu entschlossen, mitzumachen…

Die arbeite einfach mal die Fragen ab, die in der Blogparade so gestellt werden (ganz unkreativ 🙂 )

Zunächst einmal meine Definition von Kreativität

Nicole selbst hat einiges dazu geschrieben (Link oben), auch wikipedia hat eine. Für mich die Essenz dieser Definitionen ist

  • Kreativität schafft etwas Neues (ggf. auch durch die Verbesserung von etwas Bestehendem, aber dann muss das Neue wirklich „besonders“ sein, ein Auto umlackieren ist eher nicht kreativ, einen Motor zu verbessern, sodass er drei statt sechs Liter verbraucht, schon eher)
  • Kreativität ist nicht automatisiert oder automatisierbar (ob ein Roboter einen Stuhl zusammensetzt oder ein Mensch, ist in diesem Sinne egal und beides nicht kreativ)

Bin ich selbst kreativ?

Siehe oben – Stichwort favicon. Davon abgesehen habe ich das Design farblich selbst angepasst (mit ein paar Tipps von unserem Designer).

Und selbstverständlich schreibe ich die Artikel in diesem Blog auch selbst, das ist auch eine kreative (wenn hier und dort auch keine große 🙂 ) Leistung.
Aber davon ab bin ich nicht sonderlich kreativ, insbesondere künstlerisch mache ich eigentlich gar nichts, bis auf…

Bin ich beruflich kreativ?

Kaum. Manchmal werden schon Lösungen gesucht, die eine gewisse Kreativität erfordern, aber das ist eher selten der Fall.
(Vorher, als ich noch selbst programmierte, war ich wohl per Definition kreativer tätig als heute, habe es aber nie so empfunden.)

Lebe ich meine kreative Ader aus, wo, wann, warum, wie?

Tja, ich habe ne ganze Zeitlang fotografiert, und die Bilder sind sicherlich zu einem guten Teil kreativ. Irgendwie habe ich das dann aber mal sein lassen… ich glaube, das hängt damit zusammen, dass ich noch viele Bilder habe, die ich eigentlich bearbeiten müsste, worauf ich wenig Lust habe. Und damit, dass ich mit meiner Kamera nicht mehr zufrieden bin, aber nicht unbedingt viel Geld in eine neue investieren möche. Vor allem, da ein guter Body mit einem guten Objektiv ordentlich kostet, und das nächste Objektiv ebenfalls und so weiter…

Jedenfalls das Foto oben, vom Zwarte Diamant in Kopenhagen, ist imho schon ein wenig kreativ 🙂

Wo bräuchte es mehr Kreativität? Wo weniger?

In vielen Bereichen vermisse ich Kreativität. Die Medien (und Content-Unternehmen) zum Beispiel sind zu unkreativ und zu ängstlich, neue Verdienstmöglichkeiten im Internet zu finden. Anstatt dessen versuchen sie, mit dem „Mehr davon“, durch Zusammenschlüsse und nicht zuletzt mithilfe der Politik und Gerichte, ihre Verdienste zu sichern. Währenddessen nutzen Google, Amazon, Apple & Co. ihre eigene Kreativität und kommen mit den Produkten auf den Markt, die die Kunden wünschen. (Und dann zetern und klagen die Medien wieder laut und versuchen… siehe oben.)

Die ÖR-Anstalten sind absolut unkreativ. Sie bekommen über eine Zwangsabgabe jeden Monat reichlich Geld in die Kassen gespült, aber es fällt ihnen nichts weiter ein, als den ganzen Schrott nachzubauen, den die Privaten machen. Hierzu gibt es einen wunderbaren Artikel bei DWDL.de

Weniger Kreativität wäre vielleicht besser bei Banken und Investmentunternehmen, die immer neue Möglichkeiten finden, Geld anzulegen, schneller als Gesetzgeber bzw. sonstige Überwacher diese bewerten können. Und mit denen dann Geld verbrannt wird. (Über die Finanzkrise und muss ich wohl kein Wort verlieren.)

Das Militär (und die Ausstatter) schafft ebenfalls immer neue Möglichkeiten, Menschen zu ermorden. Das Neueste ist die Drohne, mit der Morde auch ohne Angst vor eigenen Verlusten durchgeführt werden können. Kollateralschäden sind dabei einkalkuliert und gewünscht.

Ähnliche Artikel:

One thought on “Bin ich kreativ? Nein. Ja. Vielleicht, manchmal…

  1. Pingback: Aufruf zur Blogparade “Kreativität für alle” | Nicole Gugger