Demos zum 01. Mai 2008

Gestern war der 01. Mai. Es gab einige Demos: zum Einen von Rechten + Gegendemos, zum Anderen von Gewerkschaften. Dabei haben sich SPD und DGB versöhnt. (Zwischenzeitlich war der DGB eher als Steigbügelhalter der Linken aufgetreten.)

Die rechten Demos waren ziemlich groß (In Nürnberg z.B. sollen es 1.000 Rechte gewesen sein). Die Gegendemos - wie gewohnt - noch größer. In Berlin, Hamburg, Nürnberg, Neustadt an der Weinstraße gab es - wieder einmal - Ausschreitungen von Deppen “Autonomen”. In Nürnberg hatte die Stadt vorgeschlagen, die Straßen, durch die die rechte Demo gehen sollte, zu entvölkern - den Rechten also die kalte Schulter zu zeigen. Dieser Aufruf wurde von antifaschistischen Organisationen kritisiert. Ich denke, zu Recht. Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, Angst zu haben. Darum wäre es sicher besser gewesen, vor jedes Fenster dort ein Bettlaken mit antifaschistischen Sprüchen zu hängen und den Nazis so zu zeigen, dass sie nicht erwünscht seien.

Die Gewerkschaften haben sich nun wieder mit der SPD versöhnt. Die Aganda-Politik hatte sie soweit verärgert, dass zur Wahl der Linken aufgerufen wurde. Seitdem die SPD wieder auf Linkskurs ist und sich wieder zurück in die kuscheligen 80er Jahre bewegt, die die Gewerkschaften nie verlassen hatten, sind sie nun alle wieder lieb Freund. Es ist ja auch viel einfacher, Probleme zu negieren anstatt sie zu bewältigen. (Das möchte ich auch der CSU angesichts der aktuellen Umfrageergebnisse zurufen, das gehört hier aber gar nicht her…)

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