Diktaturen stützen sich gegenseitig

Schon vor längerem hatte ich drüber nachgedacht, über die Probleme in Simbabwe zu bloggen, sowie über die Unterdrückung der tibetischen Proteste durch China. Nun kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Grund zur Freude ist aber trotzdem nicht!

Was passiert gerade?
In Tibet, einer von China okkupierten besetzten unterdrückten Provinz werden Glauben und Selbstverwirklichung zur zugelassen, wenn sie die kommunistische Ideologie zum Inhalt haben (wie im Kommunismus üblich*). Die Tibeter allerdings möchten diese Unterdrückung der eigenen Religion und Kultur nicht hinnehmen und lehnen sich auf. Dagegen geht nun China mit Repression, Waffengewalt und Propaganda vor.
In Simbabwe regiert seit 30 Jahren ein Diktator namens Robert Mugabe. Ende März fanden ziemlich freie Präsidentschaftswahlen statt, die Mugabe offenbar verlor. Anfangs sah es noch so aus, als ob er die Niederlage hinnehmenn würde, aber inzwischen sind die Repressionen wieder ärger geworden. Die Wahlurnen von Ende März sind verschwunden, die Stimmen sollen - offenbar nachdem sie manipuliert wurden - neu ausgezählt werden. Es wird auch eine Stichwahl gefordert - klar dabei ist: das Risiko einer Niederlage wird Mugabe nicht wieder eingehen.
Interessanterweise hat die “internationale Gemeinschaft” sehr lange tatenlos zugesehen. Jetzt langsam regt sie sich.

China allerdings ist gern bereit, einzuschreiten. Leider aber nicht so, wie wir es uns wünschen würden. Aber doch so, wie man’s von einer Diktatur erwarten kann:

Ein Schiff aus China mit 77 Tonnen Waffen und Munition an Bord ist nach Medienberichten auf dem Weg nach Simbabwe in Südafrika eingetroffen. Der vor dem südafrikanischen Hafen Durban ankernde Frachter An Yue Jiang habe neben drei Millionen Schuss Kalaschnikow-Munition auch Granatwerfer, Granaten und Panzerabwehr-Raketen geladen, berichteten am Donnerstag mehrere Zeitungen des Kap-Staates auf ihren Titelseiten.

Die südafrikanische Opposition rief dazu auf, den Transit der Ladung nach Simbabwe nicht zuzulassen.

Quelle: SZ

Jetzt müssen wir nur noch auf Russland warten…

* Nein, ich bin nicht bereit, jetzt eine Diskussion zu kapitalistischen Ideologien vom Zaune zu brechen!

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