Linke West und Ost [Update]

Im Osten unserer Republik (aka Neue Bundesländer) ist die Linke ja inzwischen zu einer ganz normalen Partei mutiert. Zumindest scheint es so. Es gibt rot-rote Bündnisse in den neuen Ländern und in den Kommunen. Dort hat die Linke auch einen wesentlich größeren Rückhalt als im Westen.

Aber: die Linke West ist offenbar ein rein kommunistischer Verein scheint ein rein kommunistischer Verein zu sein, der nichts Besseres zu tun hat, als sich in ein schlechtes Licht zu rücken.
Im Februar hat eine Abgeordnete der Linken (DKP-Liste) den Mauerbau verteidigt und eine neue Stasi gegen reaktionäre Kräfte gefordert (SZ) und heute erst hat eine hamburgische Abgeordnete den Dalai Lama mit Ruhollah Chomeini verglichen (SZ).
Sie plapperte damit die kommunistische Propaganda nach, gerade so, als ob es in Deutschland keine freie Presse gäbe. Dass sich die restlichen Parteien der Hamburger Bürgerschaft entsetzt gezeigt haben, muss ich sicherlich nicht betonen. Es würde der Linken nun gut zu Gesicht stehen, wenn diese sich nun selbst eindeutig äußern würde.

Freilich ist es so, dass die Linke Ost sich auf die PDS stützt und die Linke West in diversen linken Gruppierungen, Gewerkschaften etc. ihre Abgeordneten sucht - und offenbar nicht sonderlich wählerisch ist…

[Update]
Martina hat ihre Meinung zur Linken in einen äußerst lesenwerten Beitrag veröffentlicht, wobei ihre Beispiele nur von der Linken West handeln.

2 Responses to “Linke West und Ost [Update]”

  1. Ein kleiner Widerspruch: “Rein kommunistischer Verein” und sucht sich in “diversen linken Gruppierungen, Gewerkschaften etc. ihre Abgeordneten”.
    Letzteres halte ich für zutreffend, wobei es sehr problematisch ist, dass vereinzelt DKPler auf den Listen der Linken kandieren durften. Eine deutlichere (nachträgliche) Distanzierung würde ich auch für sehr angebracht halten.
    Ansonsten habe ich mit den enttäuschten EX-SPDlern und Ex-Grünen sowie Gewerkschaftern grundsätzlich keine Probleme. Man muss halt mal in den nächsten Jahren abwarten, welche “Fraktion” sich bei den West-Linken durchsetzt.

  2. Stimmt, da habe ich einen Widerspruch produziert. Vielen Dank für die Anmerkung.
    Woher die Mitglieder der Linken stammen, ist meiner Ansicht auch kein Problem. Von irgendwoher müssen die ja kommen, und wenn sie nicht mehr hinter der Politik ihrer alten Partei stehen, ist das durchaus ein folgerichtiger Schritt.