Doitschland und der Umweltschutz
Die EU möchte zusätzliche Steuern (oder so) auf Autos erheben, die viel Dreck (CO^2) in die Luft jagen. Das ist schön und gut, die Verursachen sollen schließlich mehr von der Zeche zahlen, als die Umweltschützer.
Aber da in Deutschland viele Autobauer sitzen, die große und schwere Autos bauen, ist das ein Affront gegen Deutschland. Bei SpOn (andere Medien hatten auch schon berichtet) liest sich das so:
Unterdessen kritisierte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) das Vorhaben scharf. Der EU-Plan habe “rein gar nichts mit gutem Klimaschutz zu tun”, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf derselben Zeitung. Die Regeln seien willkürlich. “Wer hauptsächlich Klein- und Mittelklassewagen baut, muss sich kaum anstrengen. Am härtesten trifft es die deutschen Premiumhersteller”, bemängelte er. Deshalb sei der EU-Plan “unfair gegenüber unserem Land”.
Sowas nennt man Solidarität, liebe Menschen. Auch wer nur Fahrrad fährt, soll - zumindest nach Meinung der Produzenten von schweren und dreckigen Wagen - einen Teil des Drecks bezahlen, den die SUVs in die Luft jagen.
Solidarität und Gerechtigkeit widersprechen sich häufig, aber selten so krass wie hier.
