Kampf im Pornomarkt
heise.de berichtet, dass einige Pornoseiten über den ISP Arcor nicht mehr zur Verfügung stehen. Begründung ist, dass ein Unternehmen Arcor aufgefordert hat, den Zugriff zu sperren.
heise meldet
“Bis zur Klärung der Rechtsbewertung ist Arcor dieser Aufforderung freiwillig gefolgt. Die entsprechenden Seiten sind daher vorläufig aus dem Arcor-Netz nicht erreichbar”, erklärte Gerlach. Das Unternehmen gehe davon aus, dass “der Webseitenbetreiber und das Unternehmen, das die Seiten hostet, die rechtswidrigen Inhalte entfernt oder der Öffentlichkeit entzieht.”
Übrigens, es geht um youporn und porn.com. Die werden sich garantiert danach richten, was irgendwelche Deutschen meinen.
Begründung für die Sperre
Recherchen von heise online zufolge steckt hinter der Aufforderung an Arcor eine deutsche Firma, die selbst Erotik-Videos online anbietet, dabei aber die in Deutschland erforderliche Altersverifikation vornimmt. Die Unternehmen der Branche kämpfen mit harten Bandagen um Umsätze. Dabei drängen zunehmend ausländische Firmen mit deutschsprachigen Webseiten auf den Markt, die zwar Deutsche ansprechen, mitunter aber gegen die Bestimmungen zur Verbreitung pornografischer Schriften (§ 184 StGB) verstoßen.
ist neugierig, ob sich die Kunden und potentiellen Kunden von Arcor den Versuch der Einführung einer Internetzensur per Firewall in Deutschland, so wie sie in China üblich ist, gefallen lassen werden oder notfalls mit den Füßen abstimmen werden. Besonderes Augenmerk wird dabei sicherlich auf die Frage gelegt werden, ob die kommerziellen Interessen der Videothekare in Deutschland gegenüber dem technischen Fortschritt großer Bandbreiten besonders schützenswert sind und ob die mit den gesperrten kostenlosen Erotikwebseiten konkurrierenden kostenpflichtigen Erotikangebote von Arcor in Preis und Leistung konkurrenzfähig sind.
Dem kann ich nur zustimmen! Kunden von Arcor, nehmt eure Füße in die Hand und sucht euch einen anderen ISP. Wir allen können erahnen, welche Seiten bereits morgen gesperrt sein könnten.