Frauensteuer

Einige Frauen (Antje Hermenau - Grüne, Gertrud Traud - Landesbank Hessen-Thüringen, Brigitte Vöster-Alber - Geze) fordern, dass die Einkommensteuer für Frauen niedriger angesetzt wird als für Männer. Sie argumentieren etwa >>Frauen verdienen ja eh weniger, dann haben die ähnlich viel netto. Und die Arbeit lohnt sich auch wieder.<<
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die Chefsvolkswirtin der LB über mehr netto freuen würde und die Chefin von Geze auch... und auch ich würde mich auch über mehr netto freuen. Ich finde, wir sollten einfach zu einem Einheitslohn kommen, dann hätten wir endlich Gleichheit.
Frau Hermenau sagte laut Netzeitung

Endlich würden mehr Frauen arbeiten. Endlich würden viele Frauen zum Hauptverdiener in der Familie und viele Männer die weibliche Lebenssituation kennen lernen. Dann würde sich auch das Problem der Kinderbetreuung sehr schnell lösen.

Komisch…
Manchmal frage ich mich, ob ich lachen oder weinen soll. Freilich gibt es eine gewisse Ungleichbehandlung. Aber andererseits stellt sich die Frage, wieviele WiWis, WiInfs, BWLer, Ings (jeweils Uni) weiblich sind. Und ob sie sich tatsächlich immer bei den Intrigen beteiligen wollen. Und die 50+-Stunden-Woche. Und ihre Liebsten umerziehen (gemeinsame Haushaltsarbeit)*. Und so. Laut Lexikon der weiblichen Klischees (Katja Hertin) wollen die das nämlich gar nicht unbedingt.

* Manchmal wundere ich mich tatsächlich, wie schnell sich jahrelange alleinlebende (und sich eingerichtete) Junggesellen an ein Leben ohne Hausarbeit gewöhnen können - ist vielleicht in den Genen verankert ;-)

Comments are closed.