Integration
… ist gar nicht so einfach, wie man immer denkt. Klaro, Sprache und Gesetze hat man nach einiger Zeit drauf, wenn man sich reinhängt. Ist zwar auch nicht ganz so einfach, aber es klappt schon. Wir haben unsere erste Fremdsprache ja in der Schule gelernt und somit vielleicht einen Weg geebnet, auf das uns auch andere Sprachen leichter fallen, ältere Menschen konnten dies ja nicht so häufig.* Bei den Gesetzen gibt es sicherlich das Problem der unterschiedlichen Kultur. Bestimmte (vorder-)asiatische Gesetze und Regeln sind auch für uns schlecht nachvollziehbar…
Das ganze Drumherum, das geht schon. Aber dann fängt der Kampf erst an! Dies fällt mir, ein Ostfriese in Bayern, gerade auf. Es ist immer leicht zu sagen, “dies ist nicht Teil meiner Kultur”, aber sich in eine Gesellschaft integrieren, geht anders… Beim Fasching fiel mir das das erste Mal auf. Und jetzt in der Biergartensaison schon wieder.
Was also tun? Über den eigenen Schatten springen, sich integrieren, auch wenn das Desinteresse überwiegt? Sich einer Gruppe von Ostfriesen in By anschließen und winters Klootschießen oder Boßeln gehen? Dies würde auf einen Integrationsverzicht hinauslaufen.
Letztendlich klingt dieser Beitrag wie eine Satire, aber der Hintergrund ist durchaus ernst: Integration beginnt schon bei solch kleinen Dingen. Traurig, dass man es am eigenen Körper spüren muss, um zu merken, wie schwer sich der Mensch tut, sich kulturell zu bewegen…
* Stell ich mir zumindest so vor. Über Kommentare hierzu würde ich mich (auch) freuen…