Killerspiele und kein Ende

Bei heise.de habe ich heute einen interessanten Beitrag zum Thema unter dem Titel >>”Killerspiele”: Selbstkontrolleinrichtung wehrt sich gegen Verleumdung<< gefunden. Ich hatte ja bereits einen möglichen Grund für Pfeiffers Handeln genannt. Dieser gibt sich selbstverständlich - wie sollte es auch anders sein?! - vollkommen verdutzt und unschuldig. Die Frage, warum er dann so gegen die USK wettert, steht dann weiterhin im Raum.

Naja, die Unterstützung der Hardliner (Beckstein und Schünemann) hat er jedenfalls. Aber die bekommt sicherlich jeder, der nur genug in ihre Richtung wettert und das behauptet, was diese hören wollen. Wissenschaft hin oder her. So funktionieren Stammtischdebatten auch. Und das Niveau ist auch nicht wesentlich anders. Behauptungen mit dem "gesunden Menschenverstand" beweisen zu wollen, ist Blödsinn - die Sonne dreht sich doch auch um die Erde, oder?!

Letztendlich wollen die Politiker doch nur vom eigenen Versagen ablenken. Die Idee, dass jemand Quake und Co. spielt und zum Massenmörder wird ist vollkommener Blödsinn. Aber die, dass jemand eine verkorkste Kindheit und dergleichen hat und die Gesellschaft und der Staat nicht eingreifen bzw. helfen und dann zum Killer mutiert ist wesentlich realistischer. Aber damit bekommt man keine Wählerstimmen, insbesondere nicht von den Stammtischen.

Diese Querelen erinnern mich an die Phantomdebatte um den Begriff “Unterschicht”. Lieber streiten wir tagelang darüber, ob man das Wort benutzen kann bis es niemand mehr hören kann, als dass wir etwas ändern oder uns zumindest Gedanken zu dem Thema machen.

One Response to “Killerspiele und kein Ende”

  1. Wünsche ein Frohes Weihnachtsfest sowie erholsame Feiertage und einen Guten Rutsch ins neue Jahr.