Bürgerentscheid reloaded

Gestern war ja nun der Bürgerentscheid, ob Herrsching nun eine Skateranlage bekommt oder nicht. Das amtliche Endergebnis werde ich euch nicht vorenthalten, auch wenn’s kaum jemanden hier interessieren dürfte - die meisten Leser kommen wohl nicht aus der Region…
Die Frage lautete, ob der Gemeinderatsbeschluss gekippt werden soll.
Wahlbeteiligung 46,02 %
Stimmberechtigte 7.534
Abgegebene Stimmen 3.467
Mit Ja haben gestimmt: 2.408 = 69,74 %
Mit Nein haben gestimmt: 1.045 = 30,26 %
Ungültige Stimmen 14 = 0,40 %
(Quelle: www.herrsching.de)
Ich habe mitentschieden. Ursprünglich war ich ja gegen die Skateranlage, weil ich denke, dass in Zeiten klammer Kassen das Geld besser angelegt werden könnte - z.B. für eine Kletterhalle ;-)
Es gibt eher wenige Skater, und diese sind meistens jugendlich. Es sei denn, Herrsching entwickelt sich zu einem Zentrum der Skaterkultur. Aber das wage ich doch ganz schwer zu bezweifeln.
Warum jedoch habe ich, als Gegner der Anlage, gegen die Aufhebung gestimmt?! Ganz einfach: die Initiatoren des Bürgerbegehrens haben eine sehr üble populistische Werbung gemacht, sodass ich gegen die Initiatoren gestimmt habe und mir die Skateranlage dann vollkommen egal war. (Ich vermute eh die CSU hinter dieser Kampagne, auch wenn ich mich nicht näher damit beschäftigt habe, und dies auch nicht tun werde.)
Ich hatte heute meinen Nachbarn getroffen, auch ein jüngerer Mensch, der gestern ebenfalls abstimmen war. Er hat darauf hingewiesen, dass viele ältere Menschen dort zum Abstimmen waren, was mir auch aufgefallen ist. Somit stellt sich die Frage jeder Wahl: gewinnen nicht die, die eher ihre Sympathisanten dazu bringen, wählen zu gehen? Sind Wahlergebnisse (u.ä.) nicht aus diesem Grunde eine Farce? Kann man die Demokratie dann nicht gleich abschaffen? (Einige sind ja schon ganz dabei…)

Naja, ich jedenfalls habe meine demokratische Pflicht erfüllt und mich auch ganz klar gegen die Populisten gestellt.

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