Mir ist gar nicht zum Lachen zumute

Gelesen bei heise.de: ein Provider hatte sich bei den IP-Adressen versehen und der Polizei die Daten eines unbescholtenen Bürgers (”gibt’s die? Die haben doch alle was zu verbergen!” Angenommerner O-Ton gewisser Politiker: Schünemann, Zypries, Schäuble etc. - mir ist definitiv nicht zum Lachen zumute!) anstatt denen eines “Herunterladers” von Kinderpornographie gegeben.
Das Problem ist natürlich, dass man sich bei IP-Adressen leicht versehen kann (wie wird das erst bei IPv6?). Aber bei bestimmten Vergehen darf man sich nicht versehen. Wenn meine Wohnung wegen angenommener Steuerhinterziehung durchsucht wird, ist das kein großes Ding, aber bei Kinderpornographie und Kindesmissbrauch sieht das ganz anders aus.
Ich glaube, diese Familie hat ein Problem. Ein Makel bleibt immer hängen. Zum Glück sind die nicht in D, wo nach Beweis der Unschuld ein Brief der Staatsanwaltschaft “Verfahren eingestellt” bei der inzwischen leeren Wohnung der Opfer ankäme. (Die sicherlich inzwischen von einer großen deutschen Zeitung der Lynchjustiz freigegeben oder den Freitod gesucht hätte.) In den USA kann man bekanntermaßen auf Milliarden-Summen verklagen und damit dann ein neues Leben anfangen.

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