Blogger für Flüchtlinge

Wie schrecklich muss es für diese Menschen sein, die vor Krieg und Gewalt nach Deutschland flüchten und hier sich vor den Menschen, denen es sehr gut geht – dumpfe Nazis, flankiert von „besorgten Bürgern“ (= rechtspopulistisches Gesindel) und populistischen Politikern – nun fürchten müssen?

Ich unterstütze die Aktion „Blogger für Flüchtlinge“, weil ich etwas für diese Menschen tun will, denen Rückhalt geben, die etwas tun und nicht zuletzt mich den Menschenfeinden hierzulande in den Weg stellen möchte.

Ein Jahr Krautreporter

Die Krautreporter gibt es jetzt ein Jahr (oder so). Also los, Böller, Feuerwerk, tolle Reden, Standing Ovations, Beflaggung und derart mehr.

Naja, nicht ganz. Zumindest nicht aus meiner Sicht. Ich kann noch nicht mal sagen, was ich mir vorher vorgestellt habe. Aber ich kann sagen, dass es wohl nicht das ist, was geliefert wurde.

Es gibt nicht mehr jeden Tag ein Artikel. Das ist nicht schlimm, wenn man bedenkt, das z.B. bei der Süddeutschen so an unredigiertem Schrott veröffentlicht wird. Da möchte ich lieber weniger und dafür gute Artikel, als mehr und dafür voller Rechtschreibfehler und un-beendeter Sätze.

Was ist es also? Ich gehe einmal in der Woche zu den KR und lese dort. Beziehungsweise lese nicht. Es gibt dort wenig, was nicht auch bei der Süddeutsche Magazin stehen könnte. Die Inhalte könnten ebenso gut bei der Zeit stehen oder einem anderen – klassischen – Magazin. Ich weiß, für richtig gute Underground-Recherchen braucht man viel Zeit und Geld und das ist bei KR knapp. Aber trotzdem müssen es nicht immer dieselben Mainstream-Themen sein. Die Artikel könnten einfach überall stehen.

Warum nicht einfach mal irgendwelche Leaks-Dokumente analysieren? Die sind fertig und liegen irgendwo rum.

Oder eine Reportage über eine gelenkte oder gar nicht-Demokratie, die nicht im Fokus des Interesses steht?

Wobei ich mir gerade mehr Analysen wünschen würde, von Gesetzesvorhaben oder Wünschen von Lobbygruppen. Von TTIP oder CETA.

Ich habe diese Ideen nicht gegenüber KR geäußert, die kamen mir jetzt gerade erst.

Naja, aber aller Anfang ist schwer, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und jeder hat das Recht auf eine zweite Change. Aus diesem Grunde werde ich KR ein weiteres Jahr unterstützen.

Der wirkliche Zweck des Prostituiertenschutzgesetzes

Zum aktuellen Entwurf des „Prostituiertenschutzgesetzes“ schreibt Thomas Stadler

[Mit diesem] treibt man dann allerdings die Prostituierten (wieder) zurück in die Illegalität, was weder ihrem Schutz dienen kann, noch geeignet ist, ihre Selbstbestimmung zu fördern. Menschenhandel und Zwangsprostitution und damit Phänomene die ohnehin schwere Straftaten darstellen, werden sich kaum eindämmen lassen, indem man die legale Prostitution reglementiert.

Unbedingt den Artikel lesen.

Bezahlen im Internet I: wofür ich zahle

Toban B. - Without money

Toban B. – Without money

Beim BarCamp Nürnberg habe ich eine Session über Geldausgeben im Internet gemacht. Für den Bereich Zahlen im Journalismus habe ich vorher schon mal einen Artikel geschrieben (Artikel bezahlen im Web). Irgendwie scheint mich dieses Thema nicht ganz loszulassen :-)
Andererseits, da ich auch für meine Arbeit bezahlt werden möchte… (abgesehen von diesem Blog selbstverständlich, aber das ist ja auch Hobby und keine Arbeit).

Aber nun Zitronensaft bei die Schnitzel: wofür zahle ich eigentlich so bei virtuellen Gütern und Services? Und warum?

Von Steam hatte ich ja bereits berichtet. Inzwischen habe ich 61 Spiele, und noch nicht alle aktiviert. Für drei Monate denke ich, ist das schon ne ganze Menge. Es hat mich ein kleines bisschen Überwindung gekostet, für virtuelle Güter zu zahlen, aber es ging dann doch – wobei ganz sicher auch von Vorteil war, dass viele davon Sonderangebote waren.
Andererseits ist es freilich so, dass sich das Business nur ins Internet verlagert hat: vorher habe ich CDs/DVDs gekauft, heute kaufe ich im Internet. Computerspiele sind ja immer virtuell.

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scienceblogs: Tim Hunt und der Twitter-Mob

Markus Pössel hat einen sehr lesenswerten Artikel über den „Shitstorm“ des „Twitter-Mobs“ auf Tim Hunt geschrieben: Tim Hunt und der Twitter-Mob

Btw. mir scheint, die *hüstel* etablierten oder selbsternannten Qualitätsmedien sind nur sauer, weil

  • sie die Deutungshoheit verlieren
  • weil ganz normale Menschen auch was zu sagen haben und gehört werden
  • weil plötzlich auch Wissenschaftler und Nobelpreisträger angegriffen werden können

Es wäre dieser Journaille zu wünschen, dass sie endlich einen Fenstersturz aus dem selbstgezimmerten Elfenbeinturm erhalten, in dem sie sich so selbstgerecht eingerichtet haben. Aber soll man’s ihnen verdenken? Sie sind inzwischen auch nicht glaubwürdiger als FIFA-Funktionäre. (Mir scheint es so, als ob beispielsweise beim Ukraine-Konflikt die größte Quelle von Verschwörungstheorien Welt, SZ & Co. sind.)

via BILDblog

Barcamp Nürnberg #bcnue7 Sonntag

Am Sonntag war ich bei diesen Sessions:

  • Vorbilder: Jobs, Musk, Einstein, … (Ralph @pilzpaket)
    Diskussionsrunde über die Frage „Wer kann ein Vorbild sein und warum?“ Ich für mich finde es schwierig, ich habe keine Vorbilder, ich verstehe das Konzept auch nicht.
  • Anime, Manga, Cosplay-Szene (Chris @afpoh)
    Bei @KyouyaGavin lese ich immer wieder über Cosplay und sehe die tollen Kostüme, die sie sich schneidert und bastelt. Aber so richtig verstehen kann ich das alles nicht. Was sicherlich bei vielen Hobbies der Fall sein sollte. Auf jeden Fall habe ich jetzt ein bisschen mehr über den ganzen Themenbereich erfahren.

Und jetzt ist der Zeitpunkt, all denen zu danken, ohne die dieses tolle Barcamp nicht möglich gewesen wäre. In erster Linie Andreas und Ralph als Organisatoren, aber dann auch den Sponsoren und natürlich allen Teilnehmer_innen!
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Barcamp Nürnberg #bcnue7 Samstag abend

Samstag gab es beim Barcamp Nürnberg 2015 wieder einmal Abend-Sessions. Bei folgenden war ich dabei:

  • Powerpoint-Karaoke (Michael @musevg)
    Michael beim Powerpoint-Karaoke

    Michael beim Powerpoint-Karaoke

    Michael hat dieses Mal viele Sessions angeboten, und bei dreien war ich auch.
    Powerpoint-Karaoke mag ich ja sehr gern und deshalb bin ich immer gern dabei, wenn das angeboten wird. Und ab und zu mache ich auch einen schönen Vortrag… naja, ich habe irgendwas über organische Chemie erzählt, wären Chemiker_innen anwesend gewesen, hätten die sich wohl gewundert, was ich da komisches erzähle – aber das ist ja auch Konzept :) Hat viel Spaß gemacht.

  • Werwolf (Michael @musevg)
    Warum mag ich eigentlich Werwolf spielen, obwohl langsam selbst mir klar sein sollte, dass ich darin nicht gerade brilliere? Naja, spiele ich trotzdem gern :)

Barcamp Nürnberg #bcnue7 Samstag

Barcamp NürnbergAuch dieses Jahr war ich beim BarCamp Nürnberg. Und auch dieses Jahr war es wieder sehr cool: habe viele Leute kennengelernt bzw. getroffen, tolle Gespräche gehabt, interessante Sessions erlebt. Und dergleichen mehr. Ach ja, und die Orga war auch dieses Jahr super. Hat mal wieder alles geklappt… :)

In diesen Sessions war ich am Samstag

  • Marshmallow-Challenge (Julian @chesshead)
    Marshmallow-Challenge

    Marshmallow-Challenge

    Folgende Aufgabe: mit 20 Spaghetti, einem Meter Band, Klebeband und einem Marshmallow innerhalb von 20 min einen Turm bauen, dessen Spitze der Marshmallow bildet. Wir hatten Dreiergruppen gebildet und uns gemeinsam daran versucht. Naja, wir haben gut geplant, aber nicht so gut gebaut :)
    Besser wäre es gewesen, mit dem Ziel anzufangen und dann anzubauen. Wieder was gelernt. Hat echt Spaß gemacht!

  • Die Zeit der Passwörter ist abgelaufen (Joachim @JoachimHummel)
    Oder wie können wir auf die unsicheren Passwörter verzichten und trotzdem sicher sein? Oder auch „was ist yubikey und wie geht das?“ Denn es ging darum, wie man mit Yubikey etc. auf die vielen verschiedenen Passwörter verzichten kann. Yubikey ist ein kleines Gerät, das Einmal-Passwörter erzeugt. Letzten Endes kennt man das beim PIN/TAN-Verfahren im Online-Banking, es gibt ein Standard-Passwort und für das einzelne Login wird ein neues erzeugt. Insgesamt eine coole Sache. Ich werde auch mal drüber nachdenken, mir ein solches Gerät zuzulegen.

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BarCamp Saarbrücken 2015 #saarcamp

Auch dieses Jahr war ich wieder mal beim SaarCamp in Saarbrücken. Und auch dieses Jahr hat es wieder richtig viel Spaß gemacht: die Organisation war super, die Location klasse, tolle Sessions und viele Menschen getroffen.

Warnung! Teslaspule.

Bei diesen Sessions war ich dabei:

Samstag

  • The new Microsoft (@ThorstenHans)
    Thorsten hat uns erläutert, in welche Richtung Microsoft in letzter Zeit geht. Es fiel auch mir schon auf, dass wesentlich mehr in Open Source investiert wird. Aber sonst habe ich nicht so viel mitbekommen… deshalb war es gut, dass ich in der Session war :)
    Auf jeden Fall sehr interessant: Microsoft geht sehr stark in Richtung Communities, arbeitet eng mit diesen zusammen und wird anscheinend sehr flexibel.
  • Arbeitsrecht und Social Media (@thomasreiter und @raindimartino)
    Auch sehr interessant, die Session. Zunächst ging es um das Thema Online-Recruiting, das zwar spannend ist, aber für mich nicht so von Bedeutung. Danach ging es an’s Eingemachte: Abmahnungen und Kündigungen wegen Äußerungen im Internet und vor allem in Social Media-Kanälen.

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