Barbara Streisand lässt grüßen

Ganz simpel: eine Bloggerin findet ein Buch nicht gut und schreibt einen dementsprechenden Artikel. Der Autor findet den Artikel nicht gut und tut was?

  • schluckt den Ärger runter
  • beruhigt sich damit, dass es kein Zeit-, Faz-, SZ-… Kommentar ist
  • antwortlich freundlich-kühl auf den Kommentar
  • beschimpft die Autorin aufs Ärgste und droht mit einer Klage

Und jetzt denken wir einen halben Augenblick darüber nach, welche dieser Reaktionen die bescheuertste ist und wundern uns darüber, dass heute jemand auf die Idee kommt.
Und noch mehr wundern wir uns darüber, dass die Verlegerin diese Idee offenbar auch als gar nicht schlecht empfindet…

Bei achronos.de gibt’s ein bisschen mehr einschließlich einer Liste mit weiteren Meinungen

Und wer nun wissen will, was Barbara Streisand hiermit zu tun hat, lese bitte diesen wikipedia-Artikel

Fake Name Generator

Sehr coolen Identity Generator via Facebook gefunden: www.fakenamegenerator.com
Man gibt Geschlecht, Namensbereich (das Land, aus dem der Name stammen soll) und das Wohnland ein und schon spuckt die Seite eine vollständige Identität, inklusive

  • E-Mail-Adresse
  • Beruf
  • Gewicht, Größe
  • Anschrift
  • Geburtsdatum
  • Kreditkartendaten
  • etc.

aus. Leider fehlt eine Angabe, wo man einen passenden Personalausweis bestellen kann :-)
Super Sache! Gerade für Seiten wie facebook oder so, wo man sich mit realen Daten anmelden muss, eine tolle Idee. Leider wird man freilich mit diesen Angaben auch nicht von früheren Schulkameraden, Kommilitoninnen, Nachbarn… gefunden (vielleicht auch ein Vorteil :-) )

Btw. die @lusimi hat drauf hingewiesen

Behinderte nicht ausschließen!

Rolli Hotel Weisseespitze, Sommer 2006Was viele nicht wissen: meine Mutter hat ihr Arbeitsleben lang (das noch nicht vorbei ist :-) ) in einem Heim für geistig behinderte Kinder und junge Erwachsene gearbeitet. Dort war ich auch öfter mal, nicht nur bei Veranstaltungen, sondern auch einfach so. Viele von den Kindern (und selbstverständlich auch Angestellten) habe ich kennen gelernt. Trotzdem merke ich immer wieder, dass auch für mich ein richtiger Umgang mit Behinderten absolut kein Selbstläufer ist. Den Unterschied zwischen behindert und krank habe ich verinnerlicht, aber immer wieder neige ich doch dazu, Behinderte anders zu behandeln als Nicht-Behinderte.
Ich denke, dass viele hier ein Problem haben, Gründe hierzu liegen sicher am Schulsystem, das Behinderte früh aussiebt und an eigene Schulen schickt (ein Umstand, der bereits oft von diversen Stellen kritisiert wurde), aber auch die Medien bekleckern sich sicher nicht mit Ruhm. Hier hat Christiane bei Behindertenparkplatz einige Wünsche .
Außerdem hat Twister vor einiger Zeit einen sehr interessanten Artikel bei telepolis zu Behinderten in der Werbung veröffentlicht.

Btw. was mir gerade auffiel: es hilft sicher auch, barrierefreie Webseiten zu bauen bzw. Bilder, Links etc. mit Title/Alt-Tags auszustatten. Dann können diese von Blinden mit einem Screenreader auch “erfasst” werden. (Ich versuche auch, mich hier zu bessern, versprochen :-) )

Bild: CC By-nd 2.0, Quelle

soml 6: Ein Lied, bei dem du an deine große Liebe denkst

Lange habe ich diesen Artikel vor mir hergeschoben: der Begriff “große Liebe” ist – zumindest für mich – schwer zu füllen. Die große Liebe war für mich immer die aktuelle. Manchmal gab es doch keine Liebe, sondern nur Verliebtheit oder Schwärmeri, das ist klar, aber wenn sich etwas als Liebe klassifiziert, dann ist es automatisch groß.

Das Lied, das sich mit meiner letzten großen Liebe verband (und die Trennung tut noch immer weh), wurde bereits in soml 2: Ein Lied, bei dem du tanzen musst vorgestellt.
Deshalb nenne ich nun von Shakespear’s Sister das Lied Hello (turn your radio on). (blip)
Immer noch habe ich das Bild vor Augen, wo wir nach [FSK18] im Bett lagen und dieses Lied im Radio gespielt wurde. Es passte eigentlich gar nicht zu meinem damaligen Geschmack, aber hat mich sofort für sich eingenommen.
Ich habe mir damals gleich die ganze MC (Hormonally Yours) gekauft und dann später auch die CD, die ich immer wieder gern höre – und von der ich immer noch begeistert bin.

Hier geht’s zum soundtrack of my life

Blogparade “How I met my Twitter”

Die Punktefrau hat eine Blogparade mit dem Titel “How I met my Twitter” ins Leben gerufen. Dort geht es um die Frage, wie wichtig für uns das RL-Kennenlernen von Twitter-Followern und -Friends ist.
Ziemlich viele Leute aus meinem Twitter-Umfeld habe ich schon kennengelernt, bei vielen wurde ich aber auch erst nach dem Kennenlernen Follower, das Kennenlernen fand bei Twittertreffen und bei BarCamps statt.
Das (nachträgliche) Kennenlernen fand ich immer sehr angenehm, immer wieder war es so, als ob man jemanden, den man viellecht schon lange so irgendwie kennt, endlich mal richtig in 3D und RL sieht, riecht, fühlt. Die Beziehung bekommt häufig dadurch eine neue Qualität. Auch, weil ein Tweet, ein facebook-Status nur eine oder zumindest wenige Seiten eines Menschen zeigt. Den ganzen Menschen kann man nur im RL kennenlernen.
Immer wieder gibt es Twittertreffen, zu denen ich gern gehe (wenn ich denn Zeit habe, was leider nicht immer der Fall ist…).

Irgendwelche tollen Dinge kann ich jetzt gar nicht erzählen, nur eines: Twitter ist die tollste Internet-Anwendung, die mir bislang untergekommen ist. Über Twitter habe ich viele interessante, nette, liebe, tolle Menschen ein wenig, dann mehr, kennengelernt.

Ob ich bei der Farce “Plebiszit zu S21″ mitmachen sollte?

Beim S21-Plebiszit müssen folgende Bedingungen erreicht werden, damit das Abbruch-Gesetz in Kraft tritt:

  • Mehrheit der Abstimmenden für das Gesetz
  • Mindestens 1/3 aller Wahlberechtigten müssen für das Gesetz stimmen

Der erste Punkt ist erreichbar. Der zweite nicht. Dies ist selbstverständlich gewollt, damit das Volk dem hochherrschaftlichen Politikergeschmeiß nicht in die Quere kommt.

Machen wir doch einmal die Gegenprobe. Was ist erforderlich, damit eine Regierung gebildet werden kann?
Der Ministerpräsident muss mit der “absoluten Mehrheit der Stimmen gewählt werden”. (Quelle)
Mehr sieht das Wahlrecht nicht vor. Das heißt also, bei einer Wahlbeteiligung von 20% kann eine Regierung gebildet werden, für die letztlich nur 10% gestimmt haben.

Und nun zu den realen Zahlen der letzten Wahl.

Grüne 24,3
SPD 23,1
Summe 47,3
Wahlbeteiligung 66,3
Gültige Stimmen 98,6
Wahlbeteiligung gereinigt 65,4
Anteil Regierung 30,9

Alle Zahlen in Prozent, Quelle

Also muss ein einzelnes Gesetz mehr Stimmen haben als eine Regierung, die uns mit ganz vielen Gesetzen für dumm verkaufen kann.
Und deshalb frage ich mich, ob ich diese Farce nicht einfach boykottieren sollte.

Heribert Prantl hat in der SZ die Hürden des Plebiszits ebenfalls kritisiert: “Alles außer Hochdeutsch und Volksentscheid

BarCamp Mainz (#bcmz) [2 Updates]

Dieses Wochenende war BarCamp in Mainz, Ort war das Chemische Institut der Uni Mainz.
Es hat wieder mal viel Spaß gemacht, ich habe Leute, die ich bei BarCamps vorher kennengelernt habe, wiedergetroffen und viele neue Leute kennengelernt. Es waren einige echt tolle Sessions dabei, bei denen ich viel gelernt und ordentlich über den Tellerrand schauen konnte.
Wobei ich ganz klar sagen muss, dass ich beides sehr schätze: die Information und Diskussion und das Socialising.

An diesen Sessions habe ich teilgenommen:
Samstag

  • ChangeManagement und Social Media (Ingo Sauer)*
    Da ich in nächster Zeit einige Änderungen in den Prozessen im Unternehmen einleiten muss bzw. neue Prozesse einführen, wollte ich mir einige Tipps holen. Hat geklappt :-) Es ging zwar in erster Linie um die Einführung von Social Media im Unternehmen, das jeder Change ist imho erst einmal gleich… Jedenfall war die Session sehr interessant und informativ
  • Ein Blick ins Gehirn (Christian Weyer)
    Zunächst eine kurze Abhandlung über die Erforschung des Gehirns, dann hat Christian erklärt, wie Neuronen arbeiten und wie Signale von diesen abgegriffen werden, welche Probleme es da gibt und so. Neuroinformatik oder so. Auch sehr spannend.
  • Continuous Integration & Continuous Deployment – Automatisierte Qualitätstests und Deployments (Andreas Demmer)*
    Noch ein Thema, das direkt mit meinem Job zu tun hat. Andreas hat das automatische “Builden” und Testen (z.B. per Unit-Tests) sehr verständlich und nachvollziehbar erklärt.
  • Selenium Quickstart (ich)
    Ich habe versucht, den Teilnehmenden zu zeigen, dass die Komplexität keinen Grund darstellt, auf automatisierte Tests zu verzichten – jedenfalls in Bezug auf Selenium. Dieses Tool ist tatsächlich sehr einfach und Tests können sehr schnell erstellt werden. Wir haben danach lange in der Session diskutiert und Lösungen für die Seiten der Teilnehmenden gesucht. Ich selbst habe auch viel aus der Session mitgenommen.
  • Leiterplattenlayout erstellen (Oliver Perialis)
    Ein echtes Nerdthema :-) Es ging darum, mithilfe der Software Eagle Leiterplattenlayouts zu erstellen, aus denen dann später Leiterplatten erstellt werden können. Sehr interessant.
  • Schmutzige Tricks beim Community Management (Romy Mlinzk)
    Was Romy erzählt hat, waren weniger schmutzige Tricks, sondern vielmehr wie eine Community Managerin bei Facebook-Seiten arbeitet, auf Trolle, Lob und Kritik reagiert und welche Möglichkeiten Facebook hier bietet. Die Session hat einen super Einblick in den Job gegeben und vor allem viel Spaß gemacht, da Romy sehr witzig erzählt hat.

Sonntag

  • Identity vs. Privacy im Web (Werner Kiel)
    Anders als der Name andeutet, ging es nicht um Privacy sondern vielmehr darum, wie Autorisierungsdienste – insbesondere im Javaumfeld politisch arbeiten. Eigentlich schwierig zu erklären. Aber hat viel Spaß gemacht und einiges Neues gebracht.
  • Networking Tools & Best Practices – Diskussionsrunde (Marcel Ackermann)
    Hier ging es um Kontaktmanagement für Selbstständige und im privaten Bereich. Es war eine tolle Diskussion, bei der es größtenteils um Facebook, Xing und Co. ging.
  • Würfeldrehen (Anja Widera)Genau das gleiche wie hier :-) Aber – und nun kommt’s – ich habe richtig mitgemacht und es fast verstanden. ich glaube nun, dass das Auflösen eines durchmischten Würfels keine Magie ist, sondern echt geht :-) Tolle Sache, hat viel Spaß gemacht!
  • Leiterplatten ätzen mit der Toner-Transfer-Methode (Oliver Perialis)
    Nun wurde aus dem Layout, das am Samstag erstellt wurde, eine Leiterplatte geätzt. War ein bisschen Technik, Informatik und Chemie. Weil mir das vorher absolut unbekannt war, echt superinteressant. Oliver hat das ganz toll erklärt und live gemacht. Ein echt tolle Session, die ich auch (wie die Würfelsessiono) jedesmal wieder anschauen würde!
  • LBS – Location Based Services (Markus Jakobs)
    Markus hat erklärt, welche LBS er warum nutzt und empfiehlt. Einiges zum Hintergrund erzählt und sonst einfach aus der Praxis geplaudert. Hat viel Spaß gemacht, war echt witzig und super erklärt.

Auch dieses BarCamp war wieder einmal echt toll. Die Organisatoren (Danke Darren!) haben es super gemacht, die Teilnehmenden die Sessions und Diskussion toll mit Leben gefüllt… Nach jedem BC kann ich das nächste kaum erwarten (nach meinem ersten, Karlsruhe, war das allerdings nicht ganz so arg wie nach Stuttgart und jetzt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass man stärker Leute kennenlernt und (wieder)trifft.

[Update] – weitere Blogartikel

[Update 2] – noch ein Blogartikel

* Ich möchte gern die Präse haben….

soml 19: Das ultimative Herzschmerzlied

Hm, ich habe zunächst nach dem ultimativen Liebeslied gesucht und dabei auch fündig geworden: “Komm, schlaf bei mir” von Ton Steine Scherben. (Hier der Blip)
Aber dann fragte ich mich, ob Liebeslied und Herzschmerzlied eigentlich dasselbe sind. Vielleicht ja, vielleicht nein.

Und wenn nein, dann habe ich noch einen weiteren Titel, der das Thema Schmerz stärker betone, und den ich sehr liebe: Some kind of stranger von Sisters Of Mercy. (Hier der Blip)

Noch schmmerzhafter ist “Bettina, gesungen von Marty Brem, aus dem Film Müllers Büro. Aber leider gibt es das Lied weder bei blip.fm noch bei youtube :-(

Hier geht’s zum soundtrack of my life

Bild: Liebeskummer? (Pena de amor?) von Francisca Bravo, Lizenz by-nc-nd

soml 29: Ein Lied, das bei deiner Geburtstags-Überraschungsparty läuft

Niemand wird mir jemals eine Geburtstags-Überraschungsparty ausrichten, weil es bekannt ist, dass ich meinen Geburtstag nicht feiere, mehr noch, ich versuche ihn zu verschweigen – was meist sehr gut klappt. Jeder hat so seine Merkwürdigkeiten, das ist meine :-)
Aber da ich nun mal ein Lied hierzu aussuchen muss, um den Soundtrack of my life zu vervollständigen, werde ich mir doch ein Lied auswählen…

Gemäß dem Lenin zugeschriebenen Zitat “Leben heißt sterben” gibt’s Mantus – “Wir warten auf den Tod” zu hören.
Ihr habt es nicht anders gewollt!

Hier geht’s zum soundtrack of my life

soml 22: Der schönste Song aus einem Film

Das ist echt schwierig für mich, weil ich kaum Filme schaue. Vor allem kaum Musicals bzw. Filme mit viel Musik. Blues Brothers wären mir hier zu oft gespielt, auch Rocky Horror Picture Show kennt jeder. Sonst Cabaret war schon mal dran… es gibt halt nix Neues unter der Sonne :-)
Da fielen mir eigentlich nur zwei Sachen ein: zum einen Amélie, ein echter #hach-Film, der von den meisten von euch sicher auch schon gesehen wurde… und zum Anderen der Laurel & Hardy-Klassiker “Them Thar Hills” (deutsch u.a. “Selige Campingfreuden”), bei dem ein Lied immer wieder gesummt wird: Old Spinning Wheel

Ich blippe einmal die Version von Riley Puckett, es gibt viele Country- und auch einige tolle Swing-Versionen.

Hier geht’s zum soundtrack of my life